Bürgerversammlung für Sulzbach-Rosenberg
Konzept für Bahnhof gefordert

Zum Bauvorhaben der Firma RUAG hakte Peter Zimmermann bei der Bürgerversammlung nach. Bild: hfz
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Sulzbach-Rosenberg
07.12.2016
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Das Bahnhofsgebäude ist in städtischem Besitz. Bei der Bürgerversammlung wurde der Ruf nach einem Nutzungskonzept dafür laut. Bild: Royer

Ob es wohl am Termin, dem Nikolausabend, gelegen hat, wie eine Bürgerin mutmaßte, oder daran, dass die Versammlungen im Rathaus generell schlechter besucht sind? Das Interesse der Sulzbach-Rosenberger an der Bürgerversammlung war jedenfalls - vorsichtig ausgedrückt - übersichtlich.

In seinem Tätigkeitsbericht ging Bürgermeister Michael Göth auf Bauvorhaben ein, die in den vergangenen Monaten abgeschlossen wurden (Feuerwehr Sulzbach, Generalsanierung Pestalozzi-Schule, Straße nach Kempfenhof mit Gehsteigen, Gewerbegebiet Kauerhof, Brücke Erlheimer Weg, Parkplatz Rosenberg). Anregungen und Verbesserungsvorschläge von Bürgern konnten verwirklicht werden wie zum Beispiel die Bushaltestelle in Seidersberg und Handläufe an mehreren steilen Straßenstücken.

Die Einwohnerzahl der Herzogstadt habe auf 19 503 zugelegt, berichtete das Stadtoberhaupt, und mit 8700 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei ein Allzeit-Hoch erreicht. Um attraktiv zu bleiben, müsse Sulzbach-Rosenberg weitere Baugrundstücke bereitstellen. Demnächst werde in Kempfenhof ein neues Baugebiet mit 40 Parzellen erschlossen. Die Stadtwerke hätten zwei Kilometer Wasserleitungen verlegt, einige Kanalbauarbeiten seien abgeschlossen worden. Schließlich wies Göth darauf hin, dass die versuchsweise 24-Stunden-Öffnung der Schlossgarage verlängert wurde.

Antrag zur RUAG

Zwei schriftliche Anträge lagen vor: Peter Zimmermann forderte Informationen zu den Bauvorhaben der Firma RUAG Ammotec, und Matthias Kühltau bemängelte die unzureichende Beleuchtung der Allee. Zum Sachstand des Genehmigungsverfahrens für die Bleischmelze der RUAG Ammotec sowie Sicherheitskonzepten und Restrisiken beim Betrieb der Anlage konnte Harald Mizler, Leiter des Rechtsamts der Stadt, keine Auskunft geben, da das Verfahren vom Landratsamt abgehandelt werde.

Der kurzfristig abgesagte Erörterungstermin zum Thema werde voraussichtlich im Januar 2017 nachgeholt. Immerhin erfuhren bei dieser Gelegenheit die wenigen Interessierten, dass die Stadt aus Fürsorge um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter als Einwender in das Verfahren eingetreten ist. Der städtische Bauhof liegt schließlich gleich gegenüber.

Die Beleuchtung der Allee wurde von allen Anwesenden als unzureichend angesehen. Die Versammlung beschloss einstimmig, den Stadtrat aufzufordern, die notwendigen Investitionen in zusätzliche Masten und moderne Leuchtmittel zu ermöglichen.

Ausbau nicht möglich

Ein weiteres Thema war die Lücke im Gehsteig an der Erzhausstraße, die dazu führe, dass häufig Wanderer und Spaziergänger auf der schmalen und dicht befahrenen Fahrbahn unterwegs seien. Göth antwortete, dass die großen Betonwiderlager der Brücken über die Erzhausstraße den Ausbau verhinderten.

Aus der Versammlung wurde noch auf den unbefriedigenden Zustand des Sulzbacher Bahnhofs hingewiesen. Dieser sei schließlich Eingangstor und Aushängeschild der Stadt. Für das Gebäude müsse ein Nutzungskonzept her, das beispielsweise öffentliche Toiletten und ein Café enthalten könne. Auch sei der Zebrastreifen nicht richtig positioniert und die Bushaltebucht zu kurz für zwei Busse.

Bürgermeister Göth sagte zu, dass die Stadtverwaltung sich um ein Nutzungskonzept für den Bahnhof bemühen werde und schloss dann mangels weiterer Anträge die Versammlung. (Zum Thema)
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