Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus Rosenberg
Stilles Örtchen tut not

Barbara Schmid aus Obersdorf hatte gleich einige Kritikpunkte zusammengefasst.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
06.12.2017
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Gerd Kleiner monierte die Hundewiese vor der Hennebergstraße 1.

Zugegeben, sie ist recht kurz. Genau eine Stunde dauert die Bürgerversammlung im Feuerwehr-Saal in Rosenberg. Aber trotzdem steckt in der Handvoll Anträge eine Menge Arbeit für die Stadtverwaltung und Diskussionsstoff für den Stadtrat. Und manches stinkt zum Himmel.

Hochwasserschutz stand zuerst auf der Agenda, und Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn präsentierte die Ergebnisse von Untersuchungen zur potenziellen Hochwassergebieten in der Stadt. Sie gab Ratschläge zur Absicherung der Häuser, speziell der Fenster, Türen, Lichtschächte und Kellereingänge.

Bürgermeister Michael Göth, der mit seinen Amtsleitern den Bürgern zur Verfügung stand, bilanzierte eine Menge von Hoch- und Tiefbaubaumaßnahmen des Jahres 2017 und wies auf das Kommunale Förderprogramm für Privatleute hin, die in Sanierungsgebieten der Stadt ihre Häuser an Fassaden, Dach, Fenstern und Türen und Innenhöfen auf Vordermann bringen wollen.

Mobile Einheit

Den ersten Antrag stellte Christian Weiß: Er plädierte für eine öffentliche Toilette an der Fleie in Rosenberg, deren Umfeld jetzt neu als Radlerrastplatz gestaltet ist. Vor allem im Sommer seien dort viele Besucher zu beobachten, bald würden auch die Radfahrer dazukommen. Wildpinkeln würde dann mehr denn je stattfinden, was für die Anlieger nicht zumutbar sei.

Weiß dachte an eine mobile Toiletteneinheit, die dann im Winter auch anderswo eingesetzt werden könnte. Die öffentliche Toilette am Rosenberger Friedhof, die Bürgermeister und Ordnungsamtsleiterin ins Spiel brachten, sei zu weit entfernt. Göth sicherte zu, dass sich die Verwaltung und der Stadtrat mit der Sache befassen werden.

Gestank im Sommer

Das herrenlose Grundstück Hennebergstraße 1 machte Gerd Kleiner und anderen Anwohnern Sorgen: Die regelmäßige Hinterlassenschaft zahlreicher Hunde stinke hier vor allem im Sommer zum Himmel. Teils sei es gar nicht möglich, die Fenster zu öffnen, schilderte er. Zudem enge die wegen der vermuteten Baufälligkeit des Hauses errichtete Sperre den Verkehr stark ein. Der Bürgermeister erklärte, dass die Stadt bereits auf dem Wege sei, das alte Haus samt Grundstück anzukaufen. Es solle zuerst die Statik geprüft und dann gegebenenfalls die Absperrung verkleinert werden; Polizeichef Michael Kernebeck bat er, abzuklären, ob Personen in dem Haus zugange seien. Dann werde auch über eine Beseitigung der "Hundewiese" nachgedacht.

Barbara Schmid hatte drei Kritikpunkte aus Obersdorf zusammengestellt: Sie fragte nach dem Sachstand beim Gehweg zur Bahnunterführung, wies auf tägliche Vorkommnisse mit fehlgeleiteten Lastwagen in der Frohnbergstraße und sonstigen regen Straßenverkehr durch Kleinlaster und Pkw hin und erkundigte sich nach der Schließung der Radweglücke Altmannshof-Obersdorf.

Bürgermeister Göth und Liegenschaftsverwalter Hans-Jürgen Winter erklärten, dass mit der Bahn bisher keine Einigung über einen Verkauf des für den Gehsteig benötigte Grundstücks getroffen werden konnte. Für die Lkw-Irrläufer, die dort wenden müssten und oft Zäune beschädigten, seien falsch programmierte Navigationsgeräte verantwortlich.

Alle in den Stadtrat

Vorschriftsmäßige Beschilderung sei vorhanden, erklärte Rosalia Wendl von der örtlichen Straßenverkehrsbehörde, besondere Gefahrenlage, die eine Verkehrseinschränkung rechtfertigen würde, nicht gegeben. Abschließend forderte Göth die Kreisräte auf, sich für eine baldige Realisierung des Radweges nach Altmannshof einzusetzen. Der Stadtrat wird sich mit allen Anträgen befassen.
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