Christoph Schindler zur Entstehungsgeschichte der Lastwagenorgel
Lange Pfeifen müssen liegen

Die Lastwagenorgel ist in einen ganz normalen 7,5-Tonner eingebaut. So kann man das Instrument mit einem alten Führerschein Klasse 3 bewegen. Bilder: cog (3)

Wie Orgelbaumeister Christoph Schindler, Sohn des hiesigen langjährigen Dekanatskantors Kirchenmusikdirektor Jürgen Peter Schindler, erzählte, entstand die Idee, eine mobile Orgel zu bauen, nach einem schwach besuchten Konzert in einer Kirche: "Wenn die Leute zum Konzert nicht in die Kirche kommen, dann fahren wir mit der Orgel zu ihnen!"

Die Orgel könnte mit dieser Disposition auch in einer größeren Kirche stehen, aber beim Bau im Lkw musste Schindler einige kreative Lösungen finden. So ist die längste Pfeife 5,40 m lang, der Lastwagen hat aber eine Höhe von nur 3,40 m. Deshalb stehen die sehr langen Pfeifen nicht senkrecht, wie man es aus Kirchen gewohnt ist, sondern sie liegen, und einige gehen sogar um die Ecke.

Der Spieltisch wird zum Transport mit der Hebebühne hinten in den Lkw hineingeschoben und kann für das Open-Air-Konzert da aufgestellt werden, wo er am besten passt. Er ist über Kabel mit dem Lkw verbunden. So kann die Lastwagenorgel überall da spielen, wo der Lkw hinfahren kann und es im Umkreis von 100 Metern eine Steckdose gibt. Christoph Schindler konnte deshalb auch heuer beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin auf dem Alexanderplatz spielen.
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