Dr. Friedrich Fuchs verstorben

Dr. Friedrich Fuchs. Bild: Bischöfliche Pressestelle Regensburg
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
02.12.2016
134
0


NachrufDr. Friedrich Fuchs verstorben

Sulzbach-Rosenberg. (lm) Am vergangenen Freitag zelebrierte im Regensburger Dom Weihbischof Dr. Josef Graf ein feierliches Requiem für Kunsthistoriker Dr. Friedrich Fuchs (* 1952). Der Vizechef des Diözesanmuseums war am 16. November nach längerem Leiden verstorben. Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit war die gotische Kathedrale an der Donau. Was aber hat das mit Sulzbach-Rosenberg zu tun?

Jahrzehntelang hat Friedrich Fuchs die Herzogstadt bei der Erforschung und Vermittlung ihrer kirchlichen Kunstgeschichte begleitetet. Dies begann in den 1990er Jahren, als er im Auftrag der Diözese die Kunstgegenstände der Pfarrei St. Marien inventarisierte. Von Dr. Fuchs erschien 1999 im zweibändigen Stadtgeschichtebuch "Eisenerz und Morgenglanz" erstmals eine zusammenfassende Darstellung aller Kirchen im Stadtgebiet. Darin präsentierte er auch neue Thesen zur gotischen Phase des von Kaiser Karl IV. initiierten Neubaus der Stadtpfarrkirche. "Gold - göttlicher Glanz auf Erden" war der Artikel überschrieben, mit dem der Fachmann dann 2002 in der Festschrift "750 Jahre Pfarrgemeinde St. Marien" Hintergrundinformationen zu den lokalen Sakralgegenständen beigesteuert hat. In der Folge bereicherte Fritz Fuchs das kulturelle Leben der Stadt durch verschiedenste Vorträge.

Aus seiner Feder stammen Publikationen über den Annaberg und das Wirken der Familie Asam in der Oberpfalz. Im Pfarrbrief erinnert Dekan Walter Hellauer daran, wie 2011 mit Fuchs der 300. Todestag des neben der Kirche begrabenen Hans Georg Asam begangen wurde.

Zudem habe der Experte "in den letzten Jahren unsere Pfarrgemeinde behutsam an die moderne Kunst herangeführt". Sein letztes Geschenk an Sulzbach-Rosenberg war - kurz nach Erarbeitung des Gutachtens zur nationalen Bedeutung der Pfarrkirche St. Marien für deren anstehende Sanierung - die Neuauflage der Aktion "Da-Sein in Kunst und Kirche: Begegnung von Gegenwartskunst und christlichem Glauben".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.