10.03.2018 - 18:49 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Eine Person verletzt - Suche nach der Ursache (Aktualisierung) Gasunfall im Rohrwerk

16 Uhr am Samstag. Mehrere Rettungskräfte der Feuerwehr fahren mit Blaulicht in das Rohrwerk Maxhütte ein. Es folgen die Polizei und zwei Rettungswagen. Kurze Zeit später braust ein Notfallfahrzeug eines regionalen Energieversorgers durch die Pforte zum südlichen Werkseingang. Was ist passiert?

Zur Sicherheit sperrte die Rosenberger Feuerwehr das Gelände rund ums Rohrwerk im Ortsteil Rosenberg großflächig ab. Bild: blm
von Markus Bleisteiner Kontakt Profil

Nach ersten Erkenntnissen gab es im Rohrwerk am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr einen schweren Gasunfall, bei dem eine Person verletzt wurde. Vermutlich beim Wechseln eines Filters an einer Anlage kam es zu dem folgenschweren Vorfall, bei dem wohl erhebliche Mengen CO-Gas austraten. Der Arbeiter war kurzzeitig ohne Bewusstsein und wurde von einem Kollegen, der die brenzlige Situation sofort erkannte, aus dem Gefahrenbereich gebracht. Der Verletzte kam mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung zunächst ins Klinikum St. Marien und dann in die Regensburger Uniklinik. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine akute Lebensgefahr. Rund 15 Kräfte der Rosenberger Feuerwehr waren mit drei Einsatzfahrzeugen vor Ort. Mit Atemschutz wurde nach der Ursache gesucht, beziehungsweise versucht, den Gasaustritt zu stoppen. Schnellstmöglich wurde die Zuleitung unterbrochen und als weitere Maßnahme von den Mitarbeitern des Energieversorgers zusammen mit der Einsatzleitung entschieden, den Druck aus der Leitung kontrolliert abzulassen, um Schlimmeres zu verhindern. Zudem wurde ein weiteres Leck an dem Tank festgestellt. Das Gebiet um das Rohrwerk wurde von der Feuerwehr großflächig abgesperrt. Passanten mussten wieder umkehren. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand aber nicht, teilt die Polizei mit, da alles auf dem Betriebsgelände stattfand. Ein Fremdverschulden für den Unglücksfall könne nach bisherigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. Gegen 18.30 Uhr rückte ein Großteil der Einsatzkräfte wieder ab.

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