Eine Woche lang Schnuppern in der Arbeitswelt
Realschüler stellen ihre Berufswünsche auf den Prüfstand

Mal in der Autowerkstatt Hand anlegen - oder anderswo: Das verpflichtende Berufspraktikum für die 9. Klassen hat noch keine lange Tradition an der Walter-Höllerer-Realschule. Nach den guten Erfahrungen bei der Premiere im vergangenen Jahr, die sich auf drei Tage erstreckt hatte, wurde der Zeitraum heuer auf eine Woche ausgedehnt. Die meisten Schüler orientierten sich im Landkreis, also in unmittelbarer Umgebung ihres Wohnorts. Einige verschlug es aber auch nach Weiden, Nürnberg oder Weißenburg. Erwartungsgemäß interessierten sich viele Schüler des Mathe-Zweiges für technische Berufe. Der kaufmännische Bereich tendierte zu Banken, Behörden oder Versicherungen, während im Werken-Zweig handwerkliche Praktika hoch im Kurs standen. Es gab aber genauso den Mathematiker, der sich als Automobilkaufmann versuchte, oder den Schüler aus dem kaufmännischen Zweig, der in einer Kleintierpraxis aushalf. Auch klassische Rollenbilder galten nicht uneingeschränkt. Jungen leisteten ihr Praktikum in Berufen wie Krankenpflege oder Kindererziehung; Mädchen schnupperten als Mechatronikerin. Manche fühlten sich hinterher in ihrem Berufsziel bestätigt, andere mussten sich womöglich von liebgewonnenen Vorstellungen verabschieden. Das eröffnet dann aber auch die Chance, sich neu zu orientieren. Bild: lhc

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