Energieschulen ausgezeichnet
Überzeugung als Triebfeder

Auf Anweisung von Bund Naturschutz-Mitarbeiterin Christiane Wolfart brachte Landrat Richard Reisinger auf dem Radl eine Glühbirne mit reiner Muskelkraft zum Leuchten.

Vor vier Jahren rief der Landkreis Amberg-Sulzbach das Projekt "Energieschulen" ins Leben. Dabei müssen im Unterricht die Themen Energieversorgung- und -verbrauch ausführlich behandelt werden. Kinder und Jugendliche sollen so frühzeitig Zusammenhänge zwischen übermäßigem Energieverbrauch und den damit verbundenen Folgen für das Klima erkennen.

Die Schöpfung müsse für die Nachwelt erhalten bleiben, betonte Landrat Richard Reisinger bei der Übergabe der Zertifikate "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach" an die Jahn- und Pestalozzi-Grundschulen in Sulzbach-Rosenberg sowie die Grund- und Mittelschule Hirschau.

"In meiner Jugendzeit war Energieeinsparung kein Thema, Energie war vorhanden und das auch noch billig. Heute steht Energiesparen hoch im Kurs, und immer mehr erneuerbare Energien werden genutzt", so Projektleiter Manfred Klemm. 2013 sei das Projekt mit 15 Schulen gestartet worden. Drei Jahre müsse sich eine Schule beteiligen, um das begehrte Zertifikat zu erlangen. Vier Schulen seien bereits ausgezeichnet; jetzt kämen drei weitere Schulen hinzu. Wichtig für den Unterricht sei, dass auch die Lehrkräfte von diesem Projekt überzeugt seien. Klemm wies darauf hin, dass Kinder eben einmal die Zukunft seien, die dann als Erwachsene das Leben meistern und verantwortungsvoll mit der vorhandenen Energie umgehen müssen.

Bürgermeister Michael Göth hielt es für eine ausgezeichnete Idee, Energie und vor allem Energiesparen in den Unterricht einfließen zu lassen. "Irgendwann einmal war ich auch Lehrer", scherzte Landrat Richard Reisinger, aber damals sei das Thema Energiesparen noch nicht so herausgestellt worden. Experten für Energie und Umwelt hätten bei diesem Projekt mit den Schulen zusammengearbeitet und den Unterricht interessant gestaltet.

Nicht mit dem Bund Naturschutz hatte Landrat Richard Reisinger gerechnet, denn die örtliche Bund-Mitarbeiterin Christiane Wolfart ließ den Landrat "radeln", bis genügend Strom erzeugt war, der eine Glühlampe zum Leuchten brachte. Tapfer hat Reisinger die Radl-Tortur durchgehalten.

Nach der Verleihung der Zertifikate stellten die ausgezeichneten Schulen ihre Projekte vor, mit denen sie Energie einsparten oder sich sonst für Klima- oder Umweltschutz einbrachten. Umrahmt wurde die kleine Feierstunde in der Pestalozzi-Schule durch die Trommler der Städtischen Sing- und Musikschule sowie den Chor der Berufsfachschule für Musik und den Chor der Drittklässler der Pestalozzi-Schule mit dem Energie-Lied.

Heute steht Energiesparen hoch im Kurs, und immer mehr erneuerbare Energien werden genutzt.Projektleiter Manfred Klemm
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