Flüchtlingskinder beim Workshop im MuK
Feuer und Flamme für Musik

Gemeinsam mit den Flüchtlingskindern verlebte MuK-Chef Gerald Ludwig einen unvergesslichen Nachmittag mit viel Musik. Bild: hfz

Wenn die Augen leuchten, dann ist es in der Seele hell: Flüchtlingskinder fanden einen Weg, auch ohne deutsche Sprache einen absolut tollen gemeinsamen Nachmittag zu verleben. Musik hieß das Zauberwort, und der Verantwortliche denkt immer noch an diese für ihn ganz einfach unvergesslichen Stunden.

Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Freiwilligenagentur Amberg hatten die Idee zu dem Nachmittag. Der Inhaber des Musik- und Kulturzentrums (MuK) Rosenberg in der Poststraße erklärte sich auf ihre Anfrage hin sofort bereit, einen musikalischen Workshop für die Flüchtlingskinder zu organisieren, selbstverständlich unentgeltlich und in den Räumen des MuK.

Alles ausprobieren

Es kamen neun Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren, die aus dem Irak und aus Eritrea stammen, und eine der Mütter. Sie wurden von der Adalbert-Stifter-Straße in Amberg schnurstracks nach Rosenberg gefahren und richteten sich in den hellen Räumen sofort häuslich ein - ein willkommener Ausflug aus dem Alltag in der Unterkunft.

Gerald Ludwig zeigte ihnen seine Musikschule, und dann ging es im großen Gruppenraum richtig zur Sache: Percussion-Instrumente, Schlagzeug, alles, was Rhythmus macht, Trompete, Flöte, Bass - all das durften die Kinder unter Anleitung ausprobieren. Großes Gelächter gab es natürlich bei den Versuchen auf der Posaune, und am Klavier stellten sich einige gar nicht so dumm an.

Als Gerald Ludwig dann die E-Gitarre an den Verstärker und Verzerrer anschloss, konnten sich die Kleinen schon wie echte Rockstars fühlen, die auf der Bühne einheizten - der Andrang war groß.

Die sofort gelöste Stimmung setzte sich den ganzen Nachmittag über fort, berichtet Ludwig. Nur einer der Gäste sprach etwas Englisch, die anderen verständigten sich mit Musik. Lieder in der Heimatsprache erklangen, selbst begleitet auf einem Instrument, die Atmosphäre verzauberte alle. "Schließlich wollte keiner mehr weg", erinnert sich der Musiklehrer, "alle waren Feuer und Flamme für die Musik und komplett begeistert. Obwohl sie oft untereinander kein Wort verstanden, kamen sie dank der Instrumente alle bestens zurecht."

Jederzeit wieder

Ein kleines Präsent zum Abschied, dann startete der Bus wieder zurück in die Erstaufnahmeeinrichtung. Die Integration ist vorangekommen, da sind sich alle Beteiligten sicher, und Gerald Ludwig meinte nur: "Wenn sich das wieder anbietet, machen wir das öfter!" Schließlich macht man solche Erfahrungen nicht jeden Tag.
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