Gemeinnütziger Bauverein zieht Bilanz für 2016
Zufriedenstellene Ertragslage

Drei Köpfe zählt nach einer Satzungsänderung der Vorstand des Gemeinnützigen Bauvereins. Manfred Pickel (links) und Lorenz Uschold (rechts) begrüßten den neu gewählten Jörg Janker in ihrem Kreis. Bild: exb

Der Genossenschaftsgedanke steht beim Gemeinnützigen Bauverein im Vordergrund. Kleinere Reparaturen sollten die Mieter selbst erledigen, rät der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Zimmermann.

Fast hätte das Essen nicht gereicht, denn niemand hatte mit einer derart großen Teilnehmerzahl bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Zur Linde in Kleinfalz gerechnet. Die Küche löste die Angelegenheit zur Zufriedenheit aller problemlos und stieg von Braten auf Schnitzel um.

Drittes Vorstandsmitglied

Bei der Nachwahl in den Aufsichtsrat - der bisherige Vorsitzende Peter Zimmermann stand aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung - erhielten Rico Köthe und Florian Strieben, beide aus Neukirchen, das Vertrauen. Als weiteres Mitglied wurde Jörg Janker, Sulzbach-Rosenberg, in den Vorstand gewählt, dem Manfred Pickel und Lorenz Uschold, ebenfalls aus Sulzbach-Rosenberg, angehören.

Nach der Mitgliederversammlung 2016 habe er eine Portion Misstrauen gegenüber dem Aufsichtsrat verspürt, sagte der Vorsitzende Peter Zimmermann. Vorstand und Aufsichtsrat seien ursprünglich der Meinung gewesen, dass Vorstände zugleich auch in einem Geschäftsverhältnis zur Genossenschaft stehen könnten. Juristisch sei das zulässig. Das Stimmungsbild in der Versammlung haben beide Gremien bewogen, ihre Auffassung zu ändern. Einstimmig hätten sie genau solche Geschäftsbeziehungen untersagt.

Weiter wurde beschlossen, Transparenz bei Löhnen, Gehältern und Aufwandsentschädigungen zu schaffen. Dies bedeutete aber nicht, dass diese Angaben bisher geheim gewesen wären, betonte Zimmermann. Auch habe der Aufsichtsrat die Anregung der Mitgliederversammlung aufgegriffen und schlage vor, ein drittes Vorstandsmitglied zu wählen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Gremien habe hervorragend funktioniert, lobte das Aufsichtsratsmitglied Manuela Meißner, die über die Kassenprüfung, die Bilanzabschlussbesprechungen und die gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat berichtete.

Über die rechtliche Grundlagen der Genossenschaft, den Wohnungsbestand und die Ertragslage informierte Vorstandsmitglied Manfred Pickel. Den Erträgen aus der Hausbewirtschaftung von rund 470 000 Euro standen Aufwendungen von 410 000 Euro gegenüber. Zusammen mit sonstigen Ergebnissen verzeichne die Genossenschaft 2016 einen Jahresüberschuss von 65 000 Euro.

Niedrige Verwaltungskosten

Die durchschnittlichen Verwaltungskosten je Einheit lägen mit 289 Euro im unteren Bereich der Bandbreite von Genossenschaften vergleichbarer Größe. "Die Ertragslage ist zufriedenstellend", fasste Pickel zusammen.

Mit Bildern illustrierte Vorstandsmitglied Lorenz Uschold den Bericht über Renovierungen und Instandsetzungen. Sie summierten sich auf 200 000 Euro. Im Wirtschaftsplan 2017 sind für bauliche Maßnahmen 240 000 Euro vorgesehen, teilte Peter Zimmermann mit. Die Abstimmung über den Jahresabschluss, den Geschäftsbericht, den Wirtschaftsplan, den Gewinnverwendungsbeschluss sowie die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats folgte.
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