11.07.2017 - 20:01 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums 7000 Tonnen Bauschutt

Fast 14 Millionen Euro werden am Ende verbaut sein. Und nach Angaben von Landrat Richard Reisinger ist das Geld bei der Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums gut angelegt. Jetzt liegen 7000 Tonnen Schutt im Hof, der Altbau ist nun endgültig platt.

Vor der riesigen Menge Bauschutt - inklusive Abbruchbagger - ließ sich Landrat Richard Reisinger (Mitte) im Beisein von (von links) Schulleiterin Gisela Lehnerer, Maschinenführer Günter Boboiciov, Stefan Rubenbauer (Abbruchfirma) sowie Thomas Raithel (Landkreis-Gebäudemanagement) den Stand der Sanierung des Förderzentrums erläutern. Bilder: Royer (2)
von Andreas Royer Kontakt Profil

"Anlass für die Generalsanierung waren neben dem allgemein abgewirtschafteten Zustand die Mängel des Brandschutzes und der Sicherheitsanlagen, der energetische Zustand der Gebäude und die desolate Wärmeversorgung. Die vorhandene elektrische Fußbodenheizung war störanfällig und nicht mehr sanierungsfähig", blickte Thomas Raithel vom Landkreis-Gebäudemanagement bei der Baustellenbesichtigung zurück.

Landrat Richard Reisinger hatte Schulleiterin Gisela Lehnerer zur Gesprächsrunde gebeten, um sich über eventuelle Beeinträchtigungen des Schulbetriebs ein Bild machen zu können. Gerade die Abbrucharbeiten seien mit erheblichem Lärm verbunden, was nach Angaben der Rektorin immer wieder Umzüge von Klassen nach sich ziehe. Im Entgegenkommen wurde aber auf lärmintensive Arbeiten während der Prüfungszeiten verzichtet. Der Kreischef zeigte sich zufrieden mit dem Stand des Baufortschritts am 13,7-Millionen-Euro-Projekt, auch wenn es durch Altlastenbeseitigung (Asbest und Styropor) zu einer dreimonatigen Verzögerung des geplanten Ablaufs gekommen war. Wie Thomas Raithel weiter erläuterte, sei der Neubau 1 im September 2015 und der sanierte Anbau im Januar 2017 in Betrieb genommen worden.

"Die Sanierung der Turnhalle dauert bis Anfang 2018, der Abbruch des Altbaus noch bis Ende Juli. Der Neubau 2 wird anschließend als Bindeglied zwischen Neubau 1 und Anbau bis August nächsten Jahres errichtet. Mit der Gestaltung der Außenanlagen kann dann im Laufe des Jahres 2018 gerechnet werden", wusste der Gebäudemanager.

Platz für 14 Klassen

Wie Landrat Richard Reisinger in Erinnerung rief, seien im Raumprogramm von der Regierung 160 Schüler berücksichtigt. Platz entstehe so für 14 Klassen, davon zwei für Stütz- und Förderklassen mit Gruppenräumen, drei Aufenthaltsräumen für die Ganztagsschule mit Differenzierungsräumen und ein Speisesaal mit Ausgabeküche. Daraus ergebe sich ein Nutzfläche von rund 5000 Quadratmetern.

Geheizt wird nach Angaben des Landratsamtsvertreters mit Fernwärme. Diese wird CO2-neutral durch Biomasse erzeugt. "Die Klassenzimmer werden mit einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Im Sommer dient sie zur Nachtauskühlung. Für die Klassenzimmer ist moderne Technik, Beamer, Dokumentenkamera und Mediensäule, vorgesehen", informierte Thomas Raithel abschließend.

Die Kosten

Das Kostenvolumen zur Generalsanierung des Förderzentrums gibt das Landratsamt mit 13,7 Millionen Euro an. Nach der letzten Prognose wird diese Summe nicht überschritten. Die Mehrkosten für die Abbrucharbeiten aus Schadstoffbeseitigung und Bauunterbrechungen liegen noch nicht vor. Daraus könnte sich eine Kostenüberschreitung ergeben. Der aktuelle Abrechnungsstand beträgt rund acht Millionen Euro. Etwa 5,45 Millionen Euro davon steuert der Freistaat aus Förderprogrammen bei. Hinzu kommen Tilgungszuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

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