11.08.2017 - 16:34 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Gesamtkomplex findet einen Käufer, der das Konzept weiterführt: Sportpark: Auf ein Neues!

Die Geschichte brodelt schon lange, jetzt kam sie zu einem guten, für alle akzeptablen Ende. Am Freitag trocknete im Notariat die Tinte auf den unterschriebenen Verträgen, das Geschäft war perfekt: Der Sportpark lebt weiter, und wie es aussieht, sogar mit seinem ursprünglichen Konzept. Damit endet ein langes Tauziehen, es tut sich für die Stadt eine neue Chance auf. Und die Sportler sind zufrieden.

Der Sportpark wird wieder vollumfänglich nutzbar sein, verspricht der neue Eigentümer. Auch Hallen-Tennis soll es weiterhin geben. Bilder: Gebhardt (2)
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Hotel, Stadthalle, Sportzentrum, Unterkunft für Flüchtlinge, Kletter-Paradies - die Zahl der diskutierten und durchgerechneten Ideen für den Sportpark am Katzenberg ist kaum mehr genau zu definieren. "Mit der Übernahme des Sportparks im Jahre 2006 hatte die Rohrwerk Maxhütte GmbH erreicht, dass die Schließung der im Konkurs befindlichen Anlage verhindert und ein wichtiger Bestandteil des Freizeitwertes der Stadt erhalten wurde", schildert Karl Reyzl, Geschäftsführer der Sportpark GmbH, im Gespräch mit der SRZ.

Leider, so erklärt er weiter, zwang die unbefriedigende wirtschaftliche Situation, insbesondere im Gastronomiebereich, die Gesellschaft dazu, ihr Restaurant ab dem 1. April 2015 zu schließen. Die Sportanlagen standen aber dank der Möglichkeit der Internetbuchung weiterhin zur Verfügung. Zur Versorgung von Tennishalle, Squashcourts und Kegelbahn gab es Getränkeautomaten.

Privatmann kauft

Das Schicksal des Komplexes schien nun ungewiss. Langwierige Verhandlungen mit einem potenziellen Investor scheiterten schließlich, ein anderer Geschäftsmann nutzte aber jetzt die Chance und sicherte sich das Objekt: Thomas Kick, beruflich Tennislehrer und Geschäftsführer der Kümmersbrucker Tennisschule Breakpoint, kaufte den Sportpark als Privatmann vom Rohrwerk.

Nach dem Notariatstermin am Freitag erläutert er seine Ziele und Wünsche: "Der Sportbetrieb läuft überall weiter, die drei Tennis-Hallenplätze sind für die Saison 2017/18 gebucht und werden noch mit LED-Lichtanlagen bestückt", erklärt Kick. Nächstes Jahr soll dann ein Tennis-Platz wegfallen und durch vier Badminton-Felder ersetzt werden - "eine Marktlücke im Bereich Amberg-Sulzbach-Schwandorf"

Buchungen sind weiterhin über das Internet möglich, er werde aber auch selber täglich vor Ort sein, versichert Kick. Ansonsten will er Squash und DAV-Kletter-Anlage weiterlaufen lassen und sich zeitnah mit den Vereinen zwecks Kooperation zusammensetzen. Die Kegelbahn ist aktuell auch im Betrieb. Aber wo gekegelt wird, da herrscht Durst. Deswegen sucht der neue Eigentümer nun ab 2. Oktober einen Pächter für das ehemalige Sportpark-Restaurant. "In welcher Form es weiterbetrieben wird, hängt von dem neuen Wirt ab", meint Kick - ob als Brotzeitstüberl für die Sportler oder als ebenfalls öffentliches Restaurant, das werde sich ergeben.

Name bleibt

Insgesamt zwölf Wohnungen befinden sich im Komplex, davon sind derzeit einige vermietet. Im Erdgeschoss wird der Wohnraum demnächst renoviert. Diese Nutzung will Kick ebenfalls beibehalten. Und der Name? Der bleibt auch, wie er war: Sportpark Sulzbach-Rosenberg. Es geht also weiter - auf ein Neues!

 

 

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