24.08.2017 - 15:34 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Granatenhülse bereitet zunächst Sorgenfalten Erst verdächtig, dann aber doch harmlos

Man weiß ja nie: Das Stück sah einfach nicht ganz geheuer aus, das ein Mitarbeiter des Werkhofs in Rosenberg am Mittwoch aus einer Truhe fischte. Der Mann rief deshalb am Nachmittag bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg an und sprach von einem verdächtigen Gegenstand, der ihm beim Aussortieren aus einer Wohnungsauflösung in die Finger geraten war: "Es handelt sich um einen zylindrischen Gegenstand, der einer Munitionskartusche ähnelt", teilte der Finder den Beamten mit.

Nicht ganz geheuer erschien einem Mitarbeiter des Werkhofs die Kartusche, die er in einer Truhe fand. Offensichtlich hatte ein Bastler zwei Granatenhülsen zu einem Dekorationsstück umgearbeitet. Bild: exb
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Eine Beobachtung, die eine wenig später vor Ort eintreffende Streifenwagenbesatzung teilte. Und in der Tat: Das "gute Stück" war eine bearbeitete Geschosshülse. Die Ordnungshüter nahmen deshalb Kontakt zum Kampfmittelräumdienst in Mittelfranken auf. Unverzüglich ging ein Bild von dem Fund dorthin. Als sich ein Experte dies ansah, war für ihn rasch klar: "Da hat ein Bastler offensichtlich die Hülsen zweier Panzergranaten ineinander zusammengefügt." Der Fachmann beruhigte alle Beteiligten, als er davon sprach, dass ein selbstgefertigter Dekorationsgegenstand zu Tage gefördert worden sei, von dem keine Gefahr ausgehe.

Dessen ungeachtet wurde die Zierkartusche sichergestellt. Bei Gelegenheit wird sie der Kampfmittelräumdienst von der Polizeiwache im Sulzbacher Schloss abholen.

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