13.04.2018 - 11:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Haustürgeschäft mit 92-Jähriger Ermittlungen gegen Scherenschleifer

Scherenschleifer und Kesselflicker hatten einst keinen sonderlich guten Ruf. Dieser Klientel von reisenden Handwerkern wurde immer wieder vorgeworfen, nicht nur schlampig zu arbeiten, sondern für ihre Tätigkeiten häufig überteuerte Preise zu verlangen. Offensichtlich hat sich das bis heute so gehalten.

Die Polizei warnt vor einem Scherenschleifer.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Zumindest vermeldet die Polizei einen derartigen Vorfall vom Donnerstag: Zwischen 13 und 16 Uhr war in der St.-Georg-Straße ein Unbekannter an der Haustür einer 92-Jährigen aufgetreten. Er überredete die Frau, ihm drei Scheren auszuhändigen, die er schleifen wollte.
Als er zurückkehrte, forderte er für getane Arbeit 62 Euro. "Ein Wucherpreis", wie Peter Krämer, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, im Nachhinein befand. Berappt ohne Quittung und Beleg. Dennoch glaubt die Polizei, die Personalien des Täters zu kennen, denn nur wenige Tage zuvor hatten Ordnungshüter drei reisende Scherenschleifer kontrolliert. Und auf einen aus dem Trio passt die Beschreibung, die seitens der Frau vorliegt.

Ähnliche Fälle gab es unlängst bei Ochsenfurt. Dort war die Polizei einem Franzosen (27) auf die Schliche gekommen und hatte diesen wegen Betrugs angezeigt.

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