13.03.2018 - 17:22 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Holzaktion Wagensaß ist beendet - jetzt werden Wege saniert Aufräumen nach dem Einschlag

Der 40-Tonner müht sich den Waldweg entlang. Voll beladen mit Baumstämmen, gräbt er tiefe Spuren in den Untergrund. Aber schon ist der Reparaturtrupp da: Der Schotter ergießt sich breitflächig über den Weg, später rundet Splitt das Profil ab. In der Wagensaß ist großes Aufräumen angesagt nach dem achtwöchigen Holzeinschlag.

Immer noch müssen Baumstämme mit den Lastzügen abtransportiert werden. Aber das Ende der Holzaktion ist schon in Sicht.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Schließlich braucht das Naherholungsgebiet funktionsfähige, saubere Wege. Lange mussten die Spaziergänger auf ihr geliebtes Revier verzichten, jetzt können sie wieder ihre Runden drehen. Vorausgesetzt, sie kommen keinem Wegmacher in die Quere.

Etwa 7500 Festmeter Holz hat der Harvester seit Anfang Januar aus den Wäldern der Oberen Wagensaß geholt. Mächtige Holzstapel wanderten auf zahllose Lastzüge und dann in die Sägewerke. Paletten, Papier, aber auch Schreinerware ist da herangewachsen im Lauf der Jahre. Aus Sicherheitsgründen blieb das ganze Gebiet komplett gesperrt für Spaziergänger. Seit einer Woche ist die Sperrung aufgehoben, aber die Arbeiten laufen weiter. Da müssen Klaus Bichlmaier, stellvertretender Forstbetriebsleiter, und Revierleiter Julian Sauter (der zur Zeit Revierförster Weißmann vertritt) noch viel veranlassen, bis alles wieder ordentlich begehbar ist.

Neue Oberflächen

"Aber das Team leistet sehr gute Arbeit", lobt Bichlmaier, der im Gespräch mit der SRZ auf die Sanierung der Wege und Straßen hinweist. Die Oberflächen werden geschottert, gesplittet, gewalzt und geformt, so dass wieder ein reibungsloses Fortkommen auch mit Kinderwagen und Fahrrad möglich ist. Eine Maschine glättet die Bankette entlang der Asphaltstraße, der städtische Bauhof rückt mit seiner Kehrmaschine an und leistet die Feinarbeit an den Waldwegen.

Klaus Bichlmaier muss aber noch etwas loswerden zu den Sperrungsmaßnahmen: "Ich möchte den Sulzbach-Rosenbergern hier ein riesengroßes Kompliment machen. Sie haben sich vorbildlich verhalten, nicht geschimpft, sich sehr interessiert gezeigt und allgemein viel Verständnis für die Arbeiten bewiesen. Nochmals danke!" Deswegen soll es jetzt auch rasch voran gehen mit der Sanierung. Leider ist das Feuchtwetter nicht so ideal, Frost wäre jetzt noch besser, aber nun muss es halt auch so gehen.

Neues Biotop entsteht

Es wird einiges an Holz liegenbleiben im Wald als wertvolle Biomasse, aber die jungen Pflanzen, vor allem die Laubbäume, haben jetzt überall wieder ausreichend Licht und werden die Lücken bald mit Blättern füllen. Genauso geschah es vor acht Jahren nach der damaligen Holzaktion im vorderen Bereich, wo nichts mehr an die Fällungen erinnert.

Am westlichen Ende der Weiherkette liegt das sogenannte Winterloch. Hier mussten im Holzbestand großflächig Borkenkäfer-Nester beseitigt werden. Die nun entstandene Freifläche will Klaus Bichlmaier zu einem vernetzten Feuchtbiotop umgestalten lassen. "Da fließt ein kleiner Graben durch, und es schließt sich nahtlos an die Weiher an." Wieder ein Gewinn für die Wagensaß.

Der restliche Holzeinschlag im hinteren Teil des Gebietes wurde wegen des nahenden Frühlings verschoben. Dort wird im Herbst dann noch ein paar Tage gearbeitet, aber nicht mehr durchgehend gesperrt.

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