14.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Holzernte in der Wagensaß nähert sich dem Ende Wald wird jetzt mobil

Holzstapel, so groß wie Wände. Riesige Maschinen im Einsatz, Betriebsamkeit überall: In der Wagensaß läuft der Holzabtransport auf vollen Touren. Bei einer großen Erntemaßnahme gestaltet der Staatsforst das Naherholungsgebiet leicht um, der Wald wird lichter. Und jetzt ist ein Ende der Arbeiten in Sicht.

Wenn der Forwarder mit seiner Holzladung einen Graben überquert, hilft eine Brücke aus Stämmen und Ästen, Schäden zu vermeiden.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Es sind teilweise schon gewaltige Mengen an Holz, die auf den Abtransport warten. Und die Lastzüge lassen nicht lange auf sich warten: Schon erklimmt der Fahrer seinen kleine Krankabine, schon greift die Zange die ersten Stämme. Zug um Zug füllen sich Maschinenwagen und Anhänger mit rund 30 Festmetern Holz, das sind gut 21 Tonnen.

"Das geht teilweise an Sägewerke, aber auch an die Papierindustrie oder an Schreinereien", erklärt Martin Dollhopf. Der Einsatzleiter vom Staatsforstbetrieb pendelt zwischen den Einsatzorten: Hier bewegt sich der sogenannte Forwarder im Wald und holt die vom Harvester geernteten Stämme zur Forststraße, wo er sie am Rande stapelt. Dort fällen die Forstwirte einzelnen Problembäume im Bestand, wo der Harvester nicht hinkommt.

Viel Verständnis

An den Rändern des Arbeitsgebietes wachen Posten ständig darüber, dass niemand den gefährlichen Abschnitt betritt. "Aber die Sulzbach-Rosenberger sind sehr aufgeschlossen, verständnisvoll und auch fair", dankt Klaus Bichlmaier der Bevölkerung, die seit Wochen den Trimm-Pfad plus Umgebung kaum mehr nutzen kann.

Der stellvertretende Forstbetriebsleiter nennt auch die General-Losung, die über der Aktion steht: So wenig Schaden wie möglich anrichten. Nicht immer einfach mit dem schweren Gerät, aber in Kürze wird wieder aufgeräumt, dann erhalten Wege neue Oberflächen, dann saniert man auch das Bankett. Martin Dollhopf meint: "Ich möchte mit meiner Mannschaft bis Ende Februar fertig sein."

Harvester und Forwarder bewegen sich bodenschonend auf einem Teppich aus den Wipfeln der gefällten Bäume. Muss der Straßengraben überquert werden, entsteht auf gleiche Weise eine Brücke. Täglich rollen die Laster an und schaffen die gefällten Kiefern und Fichten weg. Diese haben zwischen sechs und 80 Zentimeter im Durchmesser und sind vier bis fünf Meter lang.

Mehr Licht

Ist dann der Hieb in der Unteren Wagensaß Richtung Grund auch noch abgeschlossen, werden wohl rund 10 000 Festmeter Holz ihren Weg in die Verarbeitung für alle möglichen Zwecke gefunden haben.

Bis dahin bleibt die Obere Wagensaß noch für die Öffentlichkeit gesperrt. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Baumnachwuchs genügend Sonne bekommt, um in den nächsten zehn Jahren durchzustarten. Es werde Licht!

Ich möchte mit meiner Mannschaft bis Ende Februar fertig sein.Einsatzleiter Martin Dollhopf

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