21.03.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Josefifeier mit Bier- und Brotzeitschmankerln sowie dem Hammelstechen Mit Besenstiel genau ins Ziel

"Wenn amal Josefi is', dann endet auch der Winter g'wiss": Mochten auch draußen noch knackige Minusgrade herrschen, drinnen in der Kreiner'schen Wirtsstube in Siebeneichen schmolz das Eis bei der Josefifeier spürbar dahin. Mit bairischer Musi, Liedern und humorvollen G'schichten, starkem braunen Bier und handfesten Brotzeiten strichen die Akteure Balsam auf wintermüde Seelen. Die Josefi-Feier-Premiere mit der Redaktion des Dorfmagazins Rosenbladl ruft förmlich nach Fortsetzung.

Die Sieger beim Hammelstechen erhalten ihre Gewinne von Moderator Sepp Lösch (Dritter von links) und Gastwirt Reinhold Kreiner (hinten rechts). Bild: mfh
von Autor RLÖProfil

Die Zutaten sind schnell beisammen: Zwei rassige Biere aus dem Rosenberger Brauhaus Kalkbrenner, ein St. Anna-Dunkel und ein Stein-Märzen; nach altem Hausrezept gewurstete Bauernseufzer, a Sulz' und andere traditionelle Brotzeitschmankerln, dazu ausgesuchte Perlen aus dem bayerischen Volksmusikschatz und eine lockere Plauderei über die Seppen, ihren Ehrentag und das Brauchtum drum herum, über den Frühling und die wiedererwachende Lebenslust, dazu noch ein unterhaltsamer Wirtshaus-Sport, das "Hammelstechen".

Die zahlreichen Gäste hatten ihre helle Freude an dieser Mixtur, zusammengestellt von der Redaktion des Dorfmagazins Rosenbladl mit Heidi und Martin Franitza im Verein mit den Wirtsleuten Kreiner und aufgetischt von Mundartautor Sepp Lösch, der mit informativen und launigen Beiträgen durchs Programm führte. Natürlich durften mit Rudi Munker und zwei seiner Berufskollegen auch die Zimmerleute in ihrer überlieferten Standes-Tracht nicht fehlen, ist doch der heilige Josef der Schutzpatron aller Berufe, die eine Axt führen.

Josefi und das starke Frühjahrsbier gehören in Altbayern untrennbar zusammen, nicht ohne Grund fiel früher der Starkbieranstich auf den Josefstag. Sepp Lösch wusste dazu einiges zu erzählen, und Mundartlieder über das "flüssige Brot", intoniert von Renate und Sepp Lösch, unterlegten dieses Kernthema musikalisch. Für Gaudi und kleinolympische Stimmung sorgte das "Hammelstechen". Gar nicht so einfach, mit einem Besenstiel aus etwa fünf Metern Entfernung eine Zielscheibe anzuvisieren, wenn einem zuvor ein überdimensionaler Zylinder über den Kopf gestülpt wird, der für absolute Blindheit sorgt. Betreut und angeleitet von Peter Ostermann, schafften aber trotzdem einige der Starterinnen und Starter die nötigen Punktzahlen, um einen der ausgelobten Preise (Gutscheine, Imker-Honig und einige edle Tropfen) zu ergattern.

Dazwischen plauderte Stefan Kalkbrenner aus dem Nähkästchen der Braukunst, und die zwei Musikanten Arno an der Gitarre und Kurt am Schifferklavier legten sich fleißig ins Zeug, so dass die gemütlichen Stunden wie im Flug vergingen. Einhelliges Urteil aller Beteiligten: "Einfach schöi, so a Josefifeier!"

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