27.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Katholischer Frauenbund schaut sich in Manufaktur um Seifen müssen reifen

"Leib & Seele" nennt sich der kleine Laden der Seifenmanufaktur im alten Ortskern von Kastl. Dorthin machte sich der Katholische Frauenbund Herz Jesu Rosenberg auf den Weg, um sich über die Herstellung der Seifen zu informieren.

Claudia Zimmermann(links) erklärte den Besucherinnen, wie sie ihre Seife herstellt. Bild: mrb
von Autor MRBProfil

Empfangen wurden sie von der Inhaberin Claudia Zimmermann, die ihre Gäste erst einmal in geschichtliche Hintergründe einführte. Bereits die alten Ägypter kannten Seife. Mit den Kreuzzügen kam sie nach Europa und begründete eine Badekultur. Erste öffentliche Badehäuser entstanden, doch bereitete ihnen die Pest den Garaus. Waschen war verpönt, da man hier die Übertragung der Erreger vermutete.

Früher wurden gewöhnliche Seifen häufig aus Schlachtabfällen gekocht. Claudia Zimmermann verwendet hochwertige Öle und andere rein pflanzliche Zutaten. Auch siedet sie ihre Seifen nicht bei hohen Temperaturen, wie es bei der industriellen Herstellung geschieht. Neben vielen wohlriechenden Seifen stellt Claudia Zimmermann auch Badepralinen, Körperbutter oder Deo-Creme mit viel Liebe zum Detail her. Sie hat schon immer gerne für den Eigengebrauch Seifen gefertigt und an Rezepten herumprobiert, aber erst vor einigen Jahren den Traum vom eigenen Laden verwirklicht.

Zum Schluss durften sich die Rosenberger Frauen in der Seifenküche ein Bild machen, wie die Herstellung abläuft. Dass die Seifen nach der Produktion noch sechs bis acht Wochen reifen müssen, war vielen neu. Erst dann können die Stücke verpackt und etikettiert werden, bevor sie schließlich in den Verkauf kommen.

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