Kein Problem, mal für vier Wochen mit "Bummelbussen" zu fahren

Zum Leserbrief "Bürgern der Herzogstadt bleibt nur das Herumbummeln per Bus" (SRZ vom 26./27. August):

Ich kann die Kritik des Herrn Krammer am Schienenersatzverkehr nicht nachvollziehen. Der SEV funktioniert sehr gut, was auch andere Fahrgäste bestätigen. Die Busse fahren pünktlich ab und kommen ebenso pünktlich an.

Dass ein Bus natürlich länger braucht, um von A nach B zu kommen, ist völlig klar. Diese großen Fahrzeuge können auf den engen Straßen - insbesondere im Lehental - halt keine 120 km/h fahren wie der Zug auf der Schiene. Logisch, nicht wahr?

Die Bahn hat bereits Wochen vor der Sperrung der Bahnstrecke alles getan, um die Bevölkerung zu informieren. Man konnte sich rechtzeitig darauf einstellen und muss jetzt für die paar Wochen halt etwas anders planen. Das geht, wenn man guten Willens ist. Wer nicht mit dem "Bummelbus" von Hersbruck nach Sulzbach-Rosenberg fahren will, der kann ja mit dem Express-Bus nach Amberg düsen. Von dort fahren stündlich drei Busse zurück nach Sulzbach, ein Schienenersatzverkehr und zwei Linienbusse. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten.

Unverständlich sind mir die Ausführungen von Herrn Krammer bezüglich Politikern der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die sind für Bahnbaustellen und Schienenersatzverkehr wohl kaum zuständig. Interessant wäre es zu wissen, was er mit dem Wort "Bahnpfusch" meint.

Ja, stimmt, der Zug aus Weiden hat im normalen Zugverkehr häufig Verspätung, was wirklich lästig ist. Interessanterweise ist er seit der Einrichtung der Baustelle äußerst pünktlich, sowohl in der Ankunft als auch in der Abfahrt. Diese Diskrepanz kann ich mir nicht erklären.

Nach meiner Meinung klappt der SEV bestens. Ich rate Herrn Krammer, sich einmal die diversen Brückenbaustellen im Lehental anzusehen. Vor Ort bekommt man eine Vorstellung des riesigen Aufwands, der hier betrieben wird, was nötig ist an gewaltigen Erdbewegungen, Einsatz von gigantischen Spezialfahrzeugen, Eingriffen in den Straßenverkehr und auch die gesamte Organisation der Großbaustelle.

Wer das begreift, der hat auch kein Problem damit, mal für vier Wochen mit "Bummelbussen" zu fahren. Es ist ja nicht für immer.

Elke Wedel, Neukirchen

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