23.03.2018 - 09:34 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Kommentar zur Postbank-Schließung im Liliencenter: Letzter Sargnagel

Dem östlichen Eingangstor zur Altstadt scheint aktuell das Glück nicht mehr hold zu sein. Nach dem Ausstieg der Storg-Heilsbringer Mitte der Woche schlägt nun die Postbank mit der Schließung ihrer Filiale den letzten Nagel in den Liliencenter-Sarg. Mit dem Verlust der Postdienstleistungen an diesem Standort nimmt man dem früher als Kunden-Dorado angepriesenen Teil-Leerstand auch noch die letzte Luft zum Atmen. Ohne die verbliebenen Geschäfte schlechtreden zu wollen, unter einem florierendem Einkaufcenter stellt man sich etwas ganz anderes vor.

von Andreas Royer Kontakt Profil

Den Todesstoß versetzt nun aber die große Postbank dieser längst äußerst umstrittenen Einrichtung. Deren für den süddeutschen Raum zuständige Pressesprecherin fiel die Aufgabe zu, diesem für die Herzogstadt schmerzlichen Einschnitt in wohlgefällige Worte zu kleiden, um dem Rückzug gar noch gute Seiten abgewinnen zu können. Allein, das will bei den Sulzbach-Rosenbergern nicht ins Hirnkastl. Sie werten das als großen Verlust, zumal die Kommune in der Gefühlswelt längst ein Oberzentrum ist.

Stattdessen muss die Herzogstadt aus "wirtschaftlichen Gründen im digitalen Zeitalter" eine weitere Kröte schlucken. Es leuchtet ja ein, dass ein Kreditinstitut sich nicht fehlende Gewinnabsicht vorwerfen lassen kann, aber müssen diese "Optimierungen" immer auf dem Rücken des kleinen Mannes ausgetragen werden?

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