05.04.2018 - 15:12 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Lastwagen fängt nach Motorschaden Feuer Flammeninferno am Zubringer

Der Mann erlebt den Alptraum eines jeden Truckers: Während der Fahrt auf der Autobahn steht das Führerhaus plötzlich in Flammen. Er schafft es noch, den Lkw zum Stehen zu bringen und selbst der Flammenhölle zu entrinnen. Und die Feuerwehr findet die Brandursache.

Mehrere Meter hoch schlugen die Flammen aus der Zugmaschine des Gespanns. Bild: exb.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Sulzbach-Rosenberg/Illschwang. Die Geschichte spielte sich am Donnerstagmorgen ab: Gegen 6.30 Uhr war ein 34-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Gespann auf dem Autobahnzubringer, der Staatsstraße 2164, in Richtung Sulzbach-Rosenberg unterwegs. Der Lastwagen samt Anhänger war mit Rasengitter- und Pflastersteinen eines Baustoffhandels beladen.

Kapitaler Motorschaden

Kurz nach der Abzweigung nach Illschwang hörte der Fahrer einen lauten Knall, und sofort drangen Feuer und Qualm aus dem Motorraum. Er konnte geistesgegenwärtig sein Fahrzeug noch an den rechten Fahrbahnrand lenken und dort abstellen. Mittlerweile hatten die Flammen schon auf das komplette Führerhaus übergegriffen. Der Fahrer konnte seinen Truck unverletzt verlassen und musste mit ansehen, wie der Lastwagen der Marke MAN vollständig ausbrannte. Die Flammen loderten haushoch. Die Integrierte Leitstelle beorderte die Wehren aus Angfeld, Sulzbach, Illschwang und Schwend unter der Leitung von Kreisbrandmeister Helmut Neidel an den Brandort. Bei der Anfahrt fanden die Feuerwehrmänner einige Hundert Meter vor der Unfallstelle eine Pleuelstange, die aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Lastwagen stammte. Offensichtlich, so die ersten Vermutungen am Donnerstag, hatte der MAN einen kapitalen Motorschaden, wodurch Motoröl auf den heißen Auspuffkrümmer gelangte und sich dort entzündete.

Die etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten den Brand unter Kontrolle, sperrten die Staatsstraße 2164 und richteten eine Umleitung ein. Der Autobahnzubringer war deswegen bis gegen 11 Uhr gesperrt. Die Straßenmeisterei kam zum Brandort, um die Schäden an der Fahrbahn zu untersuchen: Aufgrund der Hitzeentwicklung wurde die Asphaltschicht an der Brandstelle stark beschädigt. Deswegen richteten die Männer dort auch gleich eine Geschwindigkeitsbegrenzung ein.

Schaden: 350 000 Euro

Der ausgebrannte Lkw wurde von einer Abschleppfirma aufgeladen und abtransportiert. Den Schaden schätzte die Polizei auf rund 350 000 Euro. Verletzt wurde durch den Brand und auch während der Löscharbeiten glücklicherweise niemand.

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