23.02.2018 - 16:10 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Leitenden Polizeidirektor Josef Strobl verabschiedet Von der Wagensaß nach Berlin

Innenminister Joachim Herrmann stand persönlich für Abschied und Willkommen. Im Rathaus der Herzogstadt entließ er BePo-Chef Josef Strobl in den Ruhestand und begrüßte im nahtlosen Übergang seinen Nachfolger Ludwig Härtl. Aber auch für den frischgebackenen Rentner ist der Dienstweg noch nicht ganz zu Ende.

Gruppenbild mit Innenminister: Von links Josef Strobl, Joachim Herrmann, Ludwig Härtl und BePo-Präsident Wolfgang Sommer. Bilder: Huber (2)
von Andreas Royer Kontakt Profil

Nach mehr als 42 Jahren bei der bayerischen Polizei verabschiedete Innenminister Joachim Herrmann am Freitag den Chef der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung, Leitenden Polizeidirektor Josef Strobl. "Sie haben die größte Abteilung der BePo im Freistaat seit mehr als zehn Jahren vorbildlich geleitet", attestierte der Vertreter der Staatsregierung.

Strobl habe die Bereitschaftspolizeiabteilung mit ihrer Außenstelle in Nabburg mit viel Engagement, Fachwissen und Menschenkenntnis geführt und als größten Ausbildungsstandort der bayerischen Polizei fit für die Zukunft gemacht. "Hier wird mit qualifiziert ausgebildetem Polizeinachwuchs das Fundament für die erfolgreiche Polizeiarbeit in Bayern gelegt", lobte der Innenminister.

Wie der Spitzenpolitiker aus München, der zum Festakt per Helikopter nach Sulzbach-Rosenberg kam, weiter bemerkte, habe sich Strobl nicht nur um die Bereitschaftspolizei verdient gemacht. Als Verantwortlicher für die Auslieferung der neuen blauen Polizeiuniform an mehr als 30 000 Polizisten hätten er und sein Team mit Bravour eine logistische Mammutaufgabe geschultert. "Es fällt mir nicht leicht, Leitenden Polizeidirektor Josef Strobl nach so einem erfolgreichen Arbeitsleben in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden." Stimmt allerdings nicht ganz, denn als Aufgabe, die einen unabhängigen Experten erfordert, soll Josef Strobl aktuell im Auftrag des Berliner Senats die Vorfälle an der Polizeiakademie in der Bundeshauptstadt untersuchen.

Als neuen Abteilungsführer der BePo in der Oberen Wagensaß führte Innenminister Herrmann Polizeidirektor Ludwig Härtl ein. "Härtl ist ein ausgewiesener Einsatzfachmann und Ausbildungsexperte", charakterisierte der oberste Dienstherr Strobls Nachfolger. Ihn würden Erfahrung und Kompetenz im Umgang mit Menschen auszeichnen. Härtl habe den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt und vielfältige Erfahrungen in der Praxis gesammelt - vom Spezialeinsatzkommando über Dozententätigkeiten bis hin zur Leitung größerer Polizeidienststellen.

Herrmann gab sich überzeugt, dass der neue Chef an den Standorten Sulzbach-Rosenberg und Nabburg die kommenden Herausforderungen bestens meistern und die Abteilung ebenso erfolgreich führen werde wie die III. BePo-Abteilung Würzburg, die er seit 2016 leitet. Wie der Innenminister abschließend ergänzte, werde die Zahl der Beschäftigten und Auszubildenden zum Einstellungstermin am 1. März einen Höchstwert von mehr als 1500 erreichen, was annähernd eine Verdreifachung des Personalstands im Vergleich zu 2007 darstelle.

Lob und Anerkennung

An BePo-Präsident Wolfgang Sommer lag es, die hochrangige Gästeschar beim Festakt, den das Klarinettenquartett des Polizeiorchesters Bayern umrahmte, willkommen zu heißen. Alle Redner zollten der Leistung von Josef Strobl höchstes Lob und größte Anerkennung, verbunden mit guten Wünschen für Nachfolger Ludwig Härtl. In die Riege der Laudatoren reihten sich ein Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling sowie Bürgermeister Michael Göth und für den örtlichen Personalrat Manfred Butz. Strobl (anhand von Song-Titeln) und Härtl skizzierten neben Worten des Dankes abschließend Stationen des beruflichen Werdegangs, Erfahrungen und Kontakte im Dienst sowie kommende Aufgaben.

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/

Sie haben die größte Abteilung der BePo im Freistaat seit mehr als zehn Jahren vorbildlich geleitet.Innenminister Joachim Herrmann

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