Musik-Workshop für junge Flücktlinge im MuK
Heißer Rhythmus bricht das Eis

Schnell fanden die jungen Flüchtlinge, angeleitet von Gerald Ludwig (rechts), zu einem mitreißenden Rhythmus. Bild: exb

Viele griffen spontan zur E-Gitarre; nicht wenige versuchten sich auch am Schlagzeug. Nach der ersten Bekanntschaft mit diesen und anderen Instrumenten sind neun junge Kurden auf den Geschmack gekommen.

Bereits zum zweiten Mal lief am Samstag im Musik- und Kulturzentrum (MuK) in der Poststraße ein musikalischer Workshop für Flüchtlingskinder. Die Initiative dazu kam von Uschi Härteis (Hausaufgabenbetreuung SHS).

Gerald Ludwig, Inhaber und Leiter der Musikschule, stellte sich selbst und seine Räume kostenlos zur Verfügung. Neun kurdische Flüchtlingskinder im Alter von elf bis 16 Jahren nahmen daran teil. Sie leben in den verschiedenen dezentralen Einrichtungen in Amberg. Stephan Schoberth, Inhaber der Gebäudereinigung Fruth, übernahm für sie die Fahrdienste mit seinem Bus.

Ludwig zeigte den Flüchtlingskindern zunächst einmal die Musikschule. Dabei erklärte er auch gleich viele verschiedene Musikinstrumente. Anschießend durften sich die Kinder im Gruppensaal des MuK gemeinsam unter der fachkundigen Anleitung von Gerald Ludwig an verschiedenen Percussioninstrumenten wie Cajon, afrikanischen Trommeln oder Bongos versuchen. Schon nach kurzer Zeit entstand ein richtig mitreißender Rhythmus. Die Kinder und Jugendlichen, die anfänglich noch etwas schüchtern waren, tauten zusehends auf.

Im weiteren Verlauf hatten die Teilnehmer "freie Hand" und konnten sich selbstständig an Instrumenten ihrer Wahl versuchen. Am begehrtesten waren, wenig überraschend, wie schon beim Workshop zuvor Schlagzeug und E-Gitarre, was nicht zu überhören war. Aber auch Posaune und - besonders bei den beiden Mädchen - das Klavier fanden begeisterte Freunde. Bevor der Workshop ausklang, stärkten sich die Teilnehmer im Aufenthaltsraum und auf der Terrasse mit Getränken und Süßigkeiten, die von der Musikschule bereitgestellt wurden.

Nachdem jedes Kind noch ein kleines Abschiedsgeschenk erhalten hatte - dem Thema entsprechend ein Percussioninstrument, im Jargon "Schüttel-Ei" genannt - ging es gut gelaunt und entspannt zurück nach Amberg. Das Schlusswort von Gerald Ludwig: "Es hat sich heute wieder einmal sehr deutlich gezeigt, Musik ist die Sprache, die keine Worte braucht."
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