N-Ergie gibt gestiegene Netz-Entgelte an Privatkunden weiter –
Strom-Grundpreis wird bald höher

Symbolbild: dpa

Die Pressemitteilung betrifft viele Kunden im Stadtgebiet: Nach mehr als vier Jahren Preisstabilität erhöht die N-Ergie Aktiengesellschaft zum 1. März 2017 die Strompreise für Privatkunden. Die Erhöhung, so das Unternehmen, betreffe ausschließlich den Grundpreis, der um monatlich 2,98 Euro brutto angehoben werde. Der Energiepreis bleibe weiter stabil.

Die neuen Preise, das kündigt der Stromversorger an, garantiere die N-Ergie bis 31. Dezember 2017. Grund für die Preisanpassung seien "nicht beeinflussbare gesetzlich regulierte Kostenbestandteile, die zum 1. Januar 2017 wirksam werden." Seit der letzten Strompreiserhöhung 2013 seien die staatlichen Abgaben erheblich gestiegen. Allein die Umlage für Erneuerbare Energien habe sich in diesem Zeitraum annähernd verdoppelt und mit 6,88 Cent pro Kilowattstunde nun ihren bisherigen Höchststand erreicht.

Durch günstigere Bezugskonditionen sei es der N-Ergie aber gelungen, diese staatlich bedingte Mehrbelastung auszugleichen. Deshalb bleibe der Energiepreis an sich weiter konstant. "Nicht mehr auffangen konnte die N-Ergie dagegen die massiv gestiegenen Netz-Entgelte: Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet erhöhte sie um ca. 80 Prozent", merkt die Pressesprecherin an.

Daraus ergebe sich eine Steigerung im Privatkundenbereich von rund 24 Prozent, je nach Verbrauch. Diese Kostenerhöhung werde die N-Ergie zugunsten ihrer Kunden aber erst mit zweimonatiger Verzögerung, also zum 1. März, weitergeben.

Aufgrund der gestiegenen Kosten in den Netzen machten diese Entgelte im deutschen Durchschnitt inzwischen schon 25 Prozent des Strompreises aus. Dazu kämen die weiteren staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern, die über 50 Prozent des Strompreises darstellten. Das Fazit der Gesellschaft: "Damit können die Energieversorger insgesamt nur noch rund 25 Prozent des Strompreises beeinflussen!"
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