07.02.2018 - 17:56 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Nach dem Brand: Kropfersricht bekommt bessere Versorgung Ringleitung sichert Wasser

Wenn es brennt und das Löschwasser nicht reicht, ist das ein Alptraum für die Feuerwehr. So geschehen am 28. April 2017 in Kropfersricht. Dort stand ein riesiger Holzstapel in Flammen, ein Wohnhaus wurde stark beschädigt. Jetzt stellen Stadt und Wasserversorger dort eine neue Ringleitung vor, die ausreichend Nachschub liefert. So ist auch das Neubaugebiet gut versorgt.

Da war der Schlauch plötzlich leer: Beim Brand am 28. April 2017 in Kropfersricht litten die Löscharbeiten unter erheblichem Wassermangel. Diesem Zustand hat der Wasserversorger jetzt abgeholfen. Bild: gf
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Lange hat es gedauert, bis die Leitung stand, doch jetzt sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Der Illschwanger Bürgermeister Dieter Dehling, Vorsitzender des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Illschwang-Gruppe, präsentierte stolz das Projekt. Bürgermeister Michael Göth und Stadtwerke-Chef Roland Kraus als Nachbar bedankten sich für die Aufwertung.

Dank an Eigentümer

Die Illschwang-Gruppe versorgt mit ihren Hochbehältern rund um Pürschläg nicht nur die Sulzbach-Rosenberger Stadtteile Grund, Stifterslohe und Prohof, sondern auch Teile von Michaelpoppenricht. Ihre Leitung führt quasi fast durch Kropfersricht, weswegen auch dieser Stadtteil an ihrem Netz hängt.

Schon vor dem Brand am 28. April liefen die Pläne, die Wasserleitung in Kropfersricht aufzuwerten. Aufgrund des Entgegenkommens der Grundeigentümer, denen Göth und Dehling vor Ort nochmals dankten, konnte jetzt das Projekt verwirklicht werden.

48 Kubikmeter Leistung

Die Firma Pichl aus Freudenberg baute von Ende August bis Mitte September einen 350 Meter langen Strang aus Richtung Pürschläg an die südliche Ortsgrenze von Kropfersricht zu einem neuen Unterflur-Hydranten und dann hinunter zum Neubaugebiet. Die Leitung aus blauen HT-PE-Rohren mit 12,5 bzw. 10 Zentimetern Durchmesser (Gesamtkosten rund 56 700 Euro) bildet mit der bisherigen 8-Zentimeter-Trasse nun einen geschlossenen Versorgungsring durch die Ortschaft.

Wie die beiden Wasserwarte Ernst Herbst und Peter Kölbel von der Illschwang-Gruppe erklärten, stehen nun 48 Kubikmeter Wasser pro Stunde mit einem Fließdruck von mehr als 1,5 bar zur Verfügung - ein den feuerwehrtechnischen Vorschriften entsprechender Wert. Auch bei einer Störung sei immer Wasser verfügbar.

Der Siebeneichenener Feuerwehrkommandant Achim Stemp hatte schon vor Jahren auf die Situation in Kropfersricht hingewiesen. Von der SRZ über den abgeschlossenen Neubau informiert, kündigte er an, auch seinerseits Messungen an der neuen Wasserversorgung vorzunehmen, um sich von der Kapazitäts-Tauglichkeit zu überzeugen. "Die damaligen 250 Liter pro Minute beim Brand im April reichten ja nicht einmal für die Drehleiter!" Nur ein Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen ins benachbarte, von der Stadt versorgte Siebeneichen hatte seinerzeit sichergestellt, dass der Brand gelöscht werden konnte. Alle Beteiligten zeigten sich überzeugt, dass durch den Neubau die Löschwasserversorgung in Kropfersricht nunmehr allen Anforderungen gerecht wird. Und alle hofften inständig, dass es keines weiteren Brandes bedarf, um das zu beweisen.

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