Neue Leiterin des Jugendtreffs Hängematte ein Jahr im Amt
Brache beginnt zu blühen

Vor einem Jahr stand Cornelia Aschenbach als neue Leiterin des Jugendtreffs Hängematte vor einer langen "To-do-Liste". Mittlerweilen ist der Betrieb gut angelaufen, es gibt regelmäßige Öffnungszeiten und viele Veranstaltungen. Für die Arbeit im ersten Jahr hatte der Stadtrat viel Lob übrig. Bilder: Royer (2)
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Sulzbach-Rosenberg
04.12.2016
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Eine der wichtigsten Neuerungen unter der Regie von Cornelia Aschenbach war der Einbau von verschiebbaren Schallschutzwänden im Konzertsaal des Jugendzentrums Hängematte.

Eine Brache in ein blühendes Feld umzuwandeln stand als Aufgabe an. Cornelia Aschenbach nahm diese Herausforderung vor einem Jahr mit der Leitung des Jugendtreffs Hängematte an. Wenngleich das Endziel sicher noch nicht erreicht ist, gab es schon mal viel Lob vom Bürgermeister und allen Fraktionen im Stadtrat für die ersten Erfolge.

Ein Aufgabenfeld für die Absolventin des Studiengangs Soziale Arbeit, das sie richtig forderte. Ihr Anspruch war es, den Treff am Annabergweg 1 wieder mit frischem Leben zu erfüllen. An Arbeit mangelte es wahrlich nicht, denn auch das Haus an sich musste einer gründlichen Renovierung unterzogen werden.

Quasi als Startschuss organisierte die 25-jährige Neu-Chefin zum 30-jährigen Bestehen gleich ein fetziges Konzert mit drei Bands. 120 Gäste wollten sich das Ereignis damals nicht entgehen lassen. Aber seitdem hat sich natürlich noch viel mehr getan im Städtischen Jugendtreff. Im SRZ-Interview blickt Aschenbach zurück, erzählt aber auch von ihren weiteren Vorstellungen.

Frau Aschenbach, nach Ihrem Bericht im Stadtrat gab es viel Lob für Ihre Arbeit. Ein weiterer Motivationsschub?

Aschenbach: Natürlich, es ist immer für die eigene Arbeit förderlich, wenn positive Signale kommen. Es war sicher richtig, die eigenen Vorstellungen am Anfang nicht zu hoch zu schrauben, da wir ab Oktober 2015 eigentlich einen richtigen Neuanfang mit allen möglichen Begleitumständen wagen mussten.

Wie sahen denn Ihre ersten Arbeiten aus?

Zunächst musste wegen diverser Renovierungsarbeiten das Jugendzentrum erst einmal geschlossen werden. Wir, damit meine ich auch die ehrenamtlichen Helfer, mussten aufräumen, Altmaterialien entsorgen, gründlich reinigen und Umgestaltungen in Angriff nehmen. Ein wichtiger Punkt war auch der Lärmschutz.

Was haben Sie beim Lärmschutz Neues unternommen?

Ein wichtiger Baustein im neuen Konzept für die Hängematte betraf den Konzertsaal. Für ihn bauten die Schreiner des Bauhofes verschiebbare Lärmschutzwände, um auch Veranstaltungen bei Tageslicht möglich zu machen.

Ihr Hauptanliegen war doch, neues Leben in den Treff zu bringen. Wie haben Sie das angepackt?

Zunächst wollte ich wieder feste Öffnungszeiten, was sich bereits bewährt hat. Es folgte eine Zusammenarbeit mit den Schulen, Sulzbach-Rosenberg hilft, Kolping, dem Jugendbeirat, Arbeitskreise und Fortbildungen. Auch die Geselligkeit kam mit einigen Treffen oder dem Grillfest für Ehrenamtliche nicht zu kurz.

Sie sind ja auch eine Verfechterin des offenen Betriebs. Was darf man darunter verstehen?

Nun, wir schließen hier niemanden aus, der ins Altersschema passt, pflegen einen toleranten Umgang und sind aufgeschlossen gegenüber Anregungen und neuen Ideen. Der Austausch der Besucher findet in aller Regel im Café als dem Herzstück des Jugendtreffs statt. Dabei entwickeln sich dann auch verschiedene Ideen, wie etwa Fotowettbewerb, Kickerturnier oder Kinoabend.

Ein Wort zu den Besucherzahlen: Wo steht hier die Hängematte?

Es gab sicher sehr unterschiedlichen Zuspruch, je nach Veranstaltung. Bei den integrativen Treffen mit Flüchtlingen waren es mehr, und das Fifa-Turnier auf der Playstation sorgte für den größten Run. Aber durchschnittlich kommen am Tag zehn Jugendliche und junge Erwachsene. Ich habe viele Stammbesucher, neue Gesichter sind trotzdem immer wieder dabei. Veranstaltungen wie Konzerte sind hier nicht mit eingerechnet.

Wie sieht Ihre Philosophie bei den Veranstaltungen aus?

Hier möchte ich zunächst die Konzerte nennen, die für die Hängematte einen enormen Wiedererkennungswert bieten. Besonders die Musikrichtungen Hardrock, Metal und Punkrock stehen hoch im Kurs, mit jeweils mehr als hundert Gästen. Aber auch die integrativen Treffen oder der Mädelstag hatten Anziehungskraft.

Haben Sie eine kleine Wunschliste für die Zukunft?

Ich freue mich schon auf die Fertigstellung der Homepage www.hängematte.rocks, eine Veröffentlichung unseres Programms via Flyer und die verstärkte Kooperation mit dem Jugendbeirat. Ein Schwerpunkt wird sicher auch der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Schulen sein. Schön wäre auch die Intensivierung der Jugendleiterschulung und die Initiierung von weiteren wiederkehrenden Veranstaltungen. Und nicht zu vergessen die Fortbildungen für den fachlichen Austausch.
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