08.02.2018 - 20:10 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Ökumenischer Kleiderladen zieht Bilanz Im Dienst der Menschlichkeit

Anders als großangelegte Werbekampagnen, die schnell ihre Wirkung verlieren, arbeiten die Damen des Ökumenischen Kleiderladens seit vielen Jahren im Stillen daran, Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, beim Nötigsten zu unterstützen.

Foto: Markert - Christine Lier (Mitte) gibt Vertretern aus Diakonie, Caritas und Sozialarbeit Rechenschaft über das Geschäftsjahr 2017
von Externer BeitragProfil

"Tue Gutes und rede nicht darüber" - dieses Prinzip hat Jesus in der Bergpredigt als Maßstab für Hilfe und Nächstenliebe gesetzt. Pfarrer Roland Kurz, Christuskirche, als amtierender Vorsitzender, und Irmgard Reisima-Renner von St. Marien dankten dem Team des Kleiderladens für seinen unermüdlichen Einsatz im Dienst der Menschlichkeit, ohne es an die große Glocke zu hängen.

Allerdings mussten die Vorsitzende Christine Lier und ihre Kassierin Irmgard Doleschal doch über das Gute reden, das sie getan hatten. Einmal im Jahr wird über Einnahmen und Ausgaben Rechenschaft abgelegt.

Sie berichteten über die Sammlung von Kleiderspenden aus der Bevölkerung, die sie sortieren und für einen geringen Betrag zum Verkauf anbieten. Viel Arbeitszeit kostete schon oft das Aussortieren der Kleiderspenden, die nicht immer im besten Zustand waren.

Viele Mitbürger missbrauchten in den vergangenen Monaten leider auch wieder den Kleiderladen und die Eingangstüren der Pfarrämter, um ihren Müll zu entsorgen und sich den Weg zum Wertstoffhof zu sparen.

Das Team des Kleiderladens sichtet die Waren und bietet sie für einen geringen Betrag zum Kauf an. Nur so werden die Second-Hand-Textilien nicht als Almosen empfunden und vonseiten der Empfänger auch mit Wertschätzung bedacht. Die nicht verkauften Bekleidungsstücke wurden mit einem Hilfstransport nach Zimbabwe gespendet.

Viele Hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit kamen bei den Einsätzen im Kleiderladen auch 2017 wieder zusammen. Sechsmal wöchentlich, mit sechs bis acht Mitarbeiterinnen, 45 Wochen im Jahr. Der stets gut besuchte Laden in der Frühlingsstraße 12 brachte wieder gute Einnahmen, die nach Abzug von Miet- und Nebenkosten für Aussiedler, Flüchtlinge und andere karitative Zwecke eingesetzt werden.

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