02.04.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Osterfeiern in den kirchlichen Gemeinden der Stadt: Das Unmögliche begreifen

Das Begreifen der Auferstehung, das Akzeptieren des scheinbar Unmöglichen, das stand im Mittelpunkt vieler Osterpredigten an diesem Wochenende. In den Kirchengemeinden versammelten sich zahlreiche Gläubige. Und sie trafen sich auch auf dem Friedhof.

Mit den Wollschnüren symbolisieren die Kinder in Herz Jesu Rosenberg die Botschaft der Auferstehung. Bild: mtm
von Redaktion OnetzProfil

"Am Anfang von Ostern steht nicht überschäumende Freude, sondern nackte Angst. Denn die Frauen, die am Sonntagmorgen zum Grab kommen und es leer vorfinden, sind einfach nur entsetzt. Der junge Mann in der Grabkammer, der ihnen die Auferstehung Jesu verkündet, löst regelrecht Panik aus." In seiner Predigt zur Osternacht in St. Marien erinnerte Dekan Walter Hellauer, wie es wohl jedem gegangen wäre. Ostern komme einem Erdbeben gleich, setze unser Weltbild außer Kraft.

Die Botschaft von Ostern sei aber nicht totzukriegen - "Jesus ist nicht totzukriegen. Und wer an Ostern glaubt, wer an den Auferstandenen glaubt, der kann anders sterben als jemand, der keine Hoffnung hat. Und der kann auch schon anders leben!"

In der Christuskirche predigte Stadtpfarrer Roland Kurz über eine Geschichte, bei der Gott eingegriffen habe, als es keiner mehr erwartete: Hanna, die Mutter jenes Samuel, der Israels erster König werden sollte, wurde älter und älter - aber eben nicht schwanger. Sie blieb kinderlos. Dementsprechend wurde sie immer deutlicher missachtet. Leicht hatte es Hanna nicht. Dementsprechend groß war die Freude, als das Kind Samuel dann doch geboren wurde.

Gott hat letztes Wort

Dass Gott das letzte Wort hat und dass dieses Wort immer ein Wort der Gnade ist, hätten Petrus und die Jünger noch vor sich, als sie am Karsamstag zum Fischen gingen. Denn als die frustrierten Fischer am Ostermorgen mit leeren Netzen zurückkamen, erwartete sie der Auferstandene am Ufer. Und sie verstanden: Es ist wahr: Er ist auferstanden, es geht weiter. Niemand wurde am Karfreitag zum Schweigen gebracht.

Als ein paar Frauen nach Jesu Grab sehen wollten, erkannten sie: Da gibt es nichts zu sehen. Denn das Leben ist mehr als unser Dasein auf Erden, so wie er es gesagt hat. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das wurde schon in der Auferstehungsfeier am Sonntag um 7 Uhr auf dem Alten Friedhof deutlich.

Die Herz-Jesu-Pfarrei in Rosenberg feierte Ostergottesdienst mit den Familien. Kinder spielten das Evangelium. So fanden die Frauen am Ostermorgen das Grab Jesu offen und erschraken. Zwei Boten brachten die Botschaft von der Auferstehung Jesu. Nach anfänglichem Zögern verstanden sie und machten sich auf zu den Jüngern, die noch in Trauer verharrten. Langsam breitete sich Nachricht der Auferstehung aus.

Symbolisiert mit brennenden Osterkerzen, lud Gemeindereferent Martin Melchner alle Kinder ein, bei der Verbreitung der frohen Botschaft mit zu helfen. So bildeten sie um das Kreuz einen Kreis und warfen sich mit dem Ruf "Jesus lebt" bunte Wollknäuel zu. "So bildet die Botschaft der Auferstehung ein Netz unter den Gläubigen, so wird der Auferstehungsglaube das verbindende Fundament aller Christen."

Zum Zeichen dafür, dass das Leben über den Tod siegt, wurde das Kreuz mit der bunten Wolle geschmückt. Die Kinder-Band um Familie Horst gestaltete den Gottesdienst mit frohen Osterliedern. Pfarrer Saju dankte abschließend allen mitwirkenden Kindern, der Band und dem Familiengottesdienstteam für die Mitgestaltung. Anschließend stürmten allen Kinder den Pfarrgarten, in dem viele Osternester versteckt waren. Für die Eltern lud der Sachausschuss Caritatives und Soziales am Pfarrhof auf eine Tasse Kaffee beim Misereor-Coffee-Stop ein.

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