Pestalozzischule ist Umweltschule
Das sechste Mal

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Projekte vorgestellt.
 

Wer zum sechsten Mal in Folge für seine Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wird, der hat Nachhaltigkeit in seinem Schulleben fest verankert. Und sich dadurch den Titel "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21 Schule" redlich verdient - so wie die Pestalozzi-Grundschule.

Dafür erhielten die Lehrerinnen Ramona Scharl und Kerstin Weigl bereits im Dezember in Pfreimd die neue Fahne und eine Urkunde. Eine Jury aus Mitgliedern des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

Nun wurden die Projekte in einer kleinen Feierstunde vorgestellt. Dazu begrüßte Schulleiterin Gunda Köstler Joachim Bender als Vertreter des Bürgermeisters, Elternbeiratsvorsitzende Elena Feix und Gerd Blüchel, der als ehemaliger Lehrer an der Schule die Teilnahme am Wettbewerb initiiert hatte. Helmut Heuberger vom Bienenzuchtverein und Hans Leis vom Fischereiverein, die die Projekte tatkräftig unterstützt hatten, freuten sich über die Auszeichnung ebenso wie Christl Kasper und Sonja Fischer vom Verein "Ein Licht für Tibet".

Mit ihrem Begrüßungslied "Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern", trafen die Kinder den Kern der Sache. Eines der Projekte beschäftigte sich mit dem Lebensraum Wasser. Viktoria und Anna (4 a und 4 d) erklärten zu den Bildern vom "Unterricht in Gummistiefeln" ihre Aktivitäten am Rosenbach und bei den Sieben Quellen. Mit Unterstützung des Fischereivereins wurden nicht nur Wasserqualität, -tiere und -pflanzen bestimmt, sondern auch der Müll aus den Gewässern gefischt und am Ufer Pflanzen und eine Weide gesetzt.

Die dritten Klassen hatten sich mit den verschiedenen Arten der Energiegewinnung befasst. Wichtiger Aspekt war hier, wie Energie gespart werden kann. Jede Klasse hatte auf ein Puzzleteil aufgezeichnet, was für sie wichtig ist, um unsere schöne Welt zu erhalten.

In der Pestalozzi-Umweltschule sind Bienen ein großes Thema. Unterstützt vom Bienenzuchtvereins werden auf dem Schulgelände eigene Bienenvölker gepflegt. Honig und Kerzen aus Bienenwachs wurden verkauft und der Erlös von 360 Euro für ein Patenkind gespendet. Vera, Antonie und Leni (4 b) erzählten, dass das Patenkind Tenzin Pema aus Tibet, das jetzt in Indien lebt, für dieses Geld in den Kindergarten, später in die Schule gehen kann. Das erreichen die Sulzbacher Kinder mit ihrer Aktion. Sonja Fischer vom Verein "Ein Licht für Tibet" bestätigte das.

Nach dem Hereintragen der Umweltfahne und dem Intonieren der Europa-Hymne durch Antoine (4 b) und Magdalena (4 a) mit der Geige, sang die 4 b "Jeder Teil dieser Erde ist für uns Menschen wertvoll". Für die Umweltfahne wurde extra ein Mast installiert. Verständnis und Einsatz für eine gerechtere Welt gehört auch zu den Aufgaben, die sich die Pestalozzi- Grundschule vorgenommen hat. Mit Ingrid Lehnerer, Bildungsreferentin der Zukunftsakademie "Globales Lernen", beschäftigt sich die 3 d mit dem Thema "Faire Schokolade". In dieser Unterrichtsreihe lernen sie die Lebenswirklichkeit eines gleichaltrigen Kindes aus Ghana kennen, dessen Familie auf einer Kakaoplantage arbeitet. Dadurch erfahren sie, welcher Aufwand in einer Tafel Schokolade steckt und wie wichtig ein fairer Preis für die afrikanischen Kakaobauern ist. Von den Schülern zubereitete Nascherei aus fairer Schokolade wurde beim Schulfest verkauft, mit dem Erlös eine Ziege für eine Familie in Afrika angeschafft.
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