16.08.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Pfarrei St. Marien feiert Patrozinium ihrer Pfarrkirche Ewige Heimat bei Gott

"Mariä Aufnahme in den Himmel" ist eines der ältesten Marienfeste. Manche sprechen von Ostern im Sommer, da es die Christen an die Verheißung erinnert, auferstehen und bei Gott leben zu dürfen. Für die Pfarrei St. Marien besitzt das Fest noch eine weitere, besondere Bedeutung.

von Autor THLProfil

Viele Gläubige kamen am Dienstag zum Festgottesdienst anlässlich des Patroziniums ihrer Stadtpfarrkirche. Dekan Walter Hellauer zelebrierte die Messe. Dekanatskirchenmusiker Steffen Kordmann gestaltete sie mit dem Kirchenchor St. Marien und einem Streicherensemble musikalisch festlich und brillant aus. Neben den liturgischen Gesängen erklangen Teile aus der Messe in D-Dur und das "Ave verum" von Wolfgang Amadeus Mozart. Als Solisten wirkten mit Laura Demjan (Sopran), Christa Mayer (Alt), Andreas Kalmbach (Tenor) und Walter Heinl (Bass).

Dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, glaubten die Christen seit frühesten Zeiten. "So feiern wir heute eines der ältesten Marienfeste", führte Dekan Walter Hellauer in den Gottesdienst ein. Bereits vor dem Konzil von Chalcedon im Jahr 451 beging die Ostkirche den Tag als ein Geburtsfest, denn sie verstand den Heimgang Mariens zugleich als Eintritt ins ewige Leben.

Als Papst Pius XII. an Allerheiligen 1950 die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel zum Dogma erklärte, griff er also auf ältestes Glaubensgut zurück. Wenige Jahre waren damals erst nach dem Zweiten Weltkrieg vergangen: "Millionen von Tote waren zu beklagen, Städte lagen in Schutt und Asche - und in diese Zeit hinein spricht die Kirche neu die Hoffnung auf Leben aus. Die vielen Toten sind nicht einfach spurlos ins Nichts gefallen", betonte Walter Hellauer. Auch ihnen gelte die Zusage, mit Leib und Seele bei Gott ihre letzte und endgültige, ewige Heimat zu haben.

Maria habe bereits Anteil an der Auferstehung Jesu erhalten. In ihr sähen die Christen ihre österliche Hoffnung auf Auferstehung erfüllt: "Mit Leib und Seele ist sie schon ganz bei Gott. Maria ist ganz Mensch und ist deshalb auch so nah bei uns. Maria ist aber auch schon ganz bei Gott. So kann sie unsere Fürsprecherin bei ihm sein."

Ein würziger Duft erfüllte das Gotteshaus, als Dekan Hellauer am Ende der Festmesse die Kräuterbuschen segnete. Mitglieder der KAB St. Marien Sulzbach und des Katholischen Frauenbundes hatten sie gefertigt. Der Hausherr lud anschließend zum Patroziniumsempfang auf dem Pfarrplatz ein.

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