Polizei-Bilanz nach Fasching: Raufereien, kaputte Tür und eine flüchtige Echse
Krokodil stellt sich nach Fahndung

Bild: Hartl Polizei
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
13.02.2018
1051
0

Rund um den Luitpoldplatz lief am Rosenmontagabend das traditionelle Faschingstreiben. Während die Hauptveranstaltung im Freien unauffällig verlief, verlagerte sich das Partygeschehen im Laufe der Nacht, nicht zuletzt wegen der Kälte, in die Wirtshäuser und eine Diskothek in der Altstadt.

Letztere war dann nach Mitternacht auch mehrmals Anlaufpunkt für polizeiliches Einsatzgeschehen. So gerieten gegen 1 Uhr im Eingangsbereich der Diskothek zwei junge Männer aneinander. Der Sicherheitsdienst trennte die Kontrahenten noch rechtzeitig bevor es zu Straftaten gekommen war. Die Polizei beendete für beide Streithähne die Partynacht in diesem Lokal durch Platzverweise, denen sie auch nachkamen.

Während die Beamten dabei vor dem Lokal mit der Identitätsfeststellung beschäftigt waren, hatte sich ein 36-jähriger Sulzbach-Rosenberger immer wieder störend in die Amtshandlungen eingemischt. Wiederholt ausgesprochenen Platzverweisen war der Mann nicht nachgekommen. Immer erschien er auf der Bildfläche, zum Schluss ließ er sich gegenüber den Beamten auch von einem Angriff und unflätigen Beleidigungen nicht abhalten. Sein persönliches Fazit für diese Partynacht: Einquartierung in den polizeilichen Haftraum und die Aussicht auf Strafanzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung.

Noch während die Ordnungshüter bei der Disko beschäftigt waren, schlug ein namentlich bekannter 25-jähriger Sulzbach-Rosenberger gegen 1 Uhr in einem Lokal am Kugelplatz die Glasfassung der Zugangstür ein. Dabei entstand Schaden von etwa 300 Euro. Bei der Anzeigenaufnahme war der Vandale nicht mehr vor Ort. Er wird Post von der Polizei bekommen.

Gegen 2 Uhr in dieser Nacht kam es auf dem Gehsteig gegenüber der Disko erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen einer 23-jährigen Herzogstädterin und einem "grünen Krokodil", so die Zeugen. Als die Polizei kurze Zeit später am Ort des Geschehens eintraf, war die "Panzerechse" schon auf der Flucht.

Um dennoch abklären zu können, ob es hier zu Straftaten gekommen war, fahndete die Polizei mit mehreren Streifenbesatzungen nach dem auffällig verkleideten Mann. Der 33-jährige, mittlerweile namentlich bekannte Sulzbach-Rosenberger war zunächst verschwunden, stellte sich aber gegen 4.50 Uhr auf der Sulzbach-Rosenberger Inspektion. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen werden nun Aufschluss über die Ursachen und die Folgen der Auseinandersetzung liefern müssen.

"Trotz dieser geschilderten Zwischenfälle verlief angesichts der vielen Feiernden die Nacht zum Faschingsdienstag aus polizeilicher Sicht überschaubar", bilanziert der Leiter der Polizeiinspektion, Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck. Dank gelte all denjenigen, die trotz ausgelassenem Feiern dabei sowohl ihren Alkoholkonsum als auch sich selbst im Griff hatten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.