25.08.2017 - 17:30 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Polizei hat Video von einem der Täter bei der Arbeit Ganze Clique von Sprayern unterwegs

Sie sind als Sprayer unterwegs und erfreuen sich offensichtlich ob ihres Tuns. Nun ist ihnen die Polizei auf die Schliche gekommen. War auch nicht so sonderlich schwer, denn die jungen Leute haben ihre Handlungen teilweise gefilmt und die Streifen ins Internet gestellt. Im amtlichen Bericht heißt es dazu: "Eine ganze Gruppe von Jugendlichen hat sich in der Herzogstadt zu einer Clique zusammengetan, die sich mit dem Kürzel A4L schmückt."

Die Buchstaben-/Zahlenkombination "A4L" findet sich an mehreren Stellen in der Stadt - so auch am Trafohäuschen im Hitzelmühlweg (siehe rote Pfeile). Bild: Hartl
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Diese Buchstaben-/Zahlenkombination steht für "Asocial for Life". An mehreren Orten in der Stadt sei diese Abkürzung - in einschlägigen Kreisen auch "tag" genannt - festgestellt worden. Unter anderem auf der Fahrbahn eines ehemaligen Einkaufsmarktes an der Sulzbacher Straße und vor allem an einem Trafohäuschen am Hitzelmühlweg.

Die Beamten der Sulzbach-Rosenberger Inspektion trafen bei einer Kontrolle bereits Anfang August vier Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren an, die dieser Gruppe angehören. "Zudem wurde der Polizei", so stellvertretender Inspektionsleiter Peter Krämer, "ein Video zugespielt, auf dem ein weiterer 15-Jähriger zu erkennen ist, der das Trafohäuschen am Hitzelmühlweg mit schwarzer Farbe besprüht." Da nun dessen Identität geklärt ist, wurde er zur Vernehmung in die Dienststelle im Sulzbacher Schloss einbestellt. Trotz erdrückender Beweise habe sich der Schüler uneinsichtig gezeigt und den Tatvorwurf von sich gewiesen. Die Schadenshöhe stehe noch nicht fest. Den jungen Mann erwartet eine Strafanzeige. Bislang sei nicht bekannt, wie viele Jugendliche sich dieser "Asocial for Life Clique" bereits angeschlossen haben. Die Polizei wird sie jedoch nicht aus den Augen verlieren und bei Feststellung weiterer Sachbeschädigungen durch Graffiti einen entsprechenden Ansprechpartner kennen, hieß es im Bericht dazu.

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