04.04.2018 - 15:10 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Randalierer beschäftigt Polizei erneut Frau verprügelt und dann geflohen

Die Spur der Verwüstung, die er vor einer Woche durch die Innenstadt gezogen hatte, führte ihn damals schon in die Arme der Polizei: Ein 47-jähriger Amberger war auf frischer Tat festgenommen worden. Sachbeschädigungen an Fahrzeugen, ein eingeschlagenes Fenster, ein zerbrochener Schaukasten und Pflanzkübel, die er umherwarf, gaben den Anlass.

Die Polizei in Sulzbach-Rosenberg sucht nach einem 47-Jährigen Amberger, der seine Partnerin malträtiert haben soll. Symbolbild: dpa
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Nachdem er seinen Rausch in der Zelle ausgeschlafen hatte, setzte ihn die Polizei am Gründonnerstag wieder auf freien Fuß. Aber bereits einige Tage später mussten die Ordnungshüter gegen den 47-Jährigen erneut einschreiten: In der Nacht auf Dienstag kam es in einer Wohnung am Kugelplatz zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner 34-jährigen Lebensabschnittsgefährtin, bei der er ihr ein blaues Auge verpasste.
Nachdem die Nachbarn die Polizei gerufen hatten, wurde der Schläger gegen 3.20 Uhr festgenommen. Ein Alkotest zeigte bei ihm 0,0 Promille an. Auch in diesem Fall musste er wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Nur wenige Stunden später klingelte der Mann wieder bei der 34-Jährigen und wurde, man kann es kaum glauben, erneut in die Wohnung gelassen. Bei diesem Pärchen aber wollte kein Frieden einkehren, denn gegen 13 Uhr erschien die Frau bei der Polizeiinspektion und teilte mit, dass sie dem Mann aus Gutmütigkeit und Dummheit gegen 5 Uhr Zutritt zu ihrer Wohnung gewährt habe.

Später habe er sie dann mit Fäusten und Füßen geschlagen und unter Vorhalt eines kleinen Küchenmessers bedroht. Daraufhin habe sie sich aus ihrer eigenen Wohnung geschlichen und sei zur Polizei gelaufen. Ihren Wohnungsschlüssel konnte sie nicht mitnehmen.

Während noch eine weitere Anzeige gegen den 47-Jährigen aufgenommen wurde, rückten zwei Streifen zu besagter Wohnung aus. Als die Beamten über einen Zweitschlüssel in die Räume gelangten, stellten sie fest: Der Schläger war weg. Die leere Wohnung jedoch zeigte eindeutige Spuren einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Die Fahndung nach dem Verdächtigen verlief bislang ergebnislos.

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