08.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Realschüler lernen den Waldkauz in einem Vortrag näher kennen Lautloser Jäger in der Nacht

2017 wurde er zum Vogel des Jahres gewählt: Der Waldkauz. An der Walter-Höllerer-Realschule informierten sich die Schüler nun genauer über diese einheimische, putzige Eule. Dazu kam Diplom-Biologin Sigrid Peuser vom Landesbund für Vogelschutz an zwei Schultagen in die 6. Klassen.

Mit bis zu 75 000 Brutpaaren ist der Waldkauz die häufigste Eulenart in Deutschland. Hier durfte er 2017 den Titel Vogel des Jahres tragen. Bild: lhc
von Autor LHCProfil

Eindrucksvoll schilderte Peuser den Lebensraum der mit bis zu 75 000 Brutpaaren häufigsten Eule Deutschlands. Die Schüler lernten dabei den Waldkauz anhand seiner typischen Merkmale - runder Kopf ohne Federohren oder kurze, breite Flügel - von seinen kleinen Verwandten zu unterscheiden. Der Waldkauz könne sich sehr gut an seine Umgebung anpassen und bei der Jagd auch lautlos fliegen. Ihre Aussage untermauerte die Biologin durch ein Experiment mit einem Waldkauzflügel.

Die Schüler gewannen ebenfalls einen Einblick in das Nist- und Jagdverhalten und erfuhren vieles über Beutetiere und Gefahren. Anhand von mitgebrachten "Gewöllen", einem Ausscheidungsmaterial mit unverdaulichen Resten wie Fell, Zähnen oder Knochen vom Beutetier, wurde das Fressverhalten der Eule verdeutlicht. Was kann man tun, damit der Waldkauz in unserer Kulturlandschaft überleben kann? Welchen Gefahren ist die Eule ausgesetzt und welche Schutzmaßnahmen gibt es? Auf diese Fragestellungen ging die Referentin ein. Um den Waldkauz auch anhand des Rufes identifizieren zu können, spielte Sigrid Peuser verschiedene Eulenstimmen vor.

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