25.04.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Rosenberger Bauernbühne im Ketteler-Saal Mit einem Biss aus dem Verkehr

Gibt es Vampire oder sind sie nur ein Märchen? Eine endgültige Antwort bekommen die zahlreichen Besucher auch von der Rosenberger Bauernbühne nicht serviert.

Beißt er die Baronin, oder beißt er sie nicht? Der bayerische Vampir Vladi (Thorsten Güthe) im Gespräch mit Gutshofbesitzerin Theresia von Zwicklbach (Michaela Hüttner). Bild: Franitza
von Wolfgang BerndtProfil

Der Vampir von Zwicklbach Vladi (Thorsten Güthe) fristet seit vielen Jahren als bayerischer Vampir - darauf legt er Wert - sein Leben in einem verlassenen Gutshof. Wie der Geist aus dieser misslichen Lage erlöst wurde, zeigte der Schwank in drei Akten von Ralph Wallner im Ketteler-Saal in vergnüglicher Art und Weise auf. Den musikalischen Part zwischen den einzelnen Akten übernahm der Trachtenverein Stamm.

Ein paar unterhaltsame Stunden wünschte Jimmi Gebhardt von der Kolpingsfamilie Rosenberg den zahlreichen Besucher, die mit schauriger Musik und einem ebenso furchterregenden Monolog durch Sepp Lösch auf das Theaterstück eingestimmt wurde. Doch zunächst war davon nichts mehr zu spüren.

Nach Regeln der Kunst

Stattdessen verführte Betti (Katha Sehr) den schüchternen Mirtl (Hannes Linder), der sich zierte, nach allen Regeln der Kunst. Dieser zog es vor, ein altes Buch zu lesen, als sich mit der jungen Dame zu beschäftigten. Doch es kam anders, als sich Mirtl es vorstellte.

Zunächst bekam er von seiner Liebsten nach einem Disput eine geschmiert und wurde danach durch den aufgetauchten Vladi mit einem Biss in einen einstündigen Schlaf versetzt. Das hatte zur Folge, dass der Schläfer einiges nicht bekam. So von den Verkaufsverhandlungen zwischen der Baronin von Zwicklbach (Micha Hüttner), die das verfluchte Anwesen möglichst schnell verkaufen und zu Geld machen möchte, und der neureichen Kreszentiana von der Mühl (Nicole Götz) und ihrem Gatten Hannes-Petrus (Hobbo Royer). Während der Ehemann skeptisch ist, hat seine Ehefrau, die anscheinend die Hosen anhat, keine Problem damit, dass es in dem alten Schloss spukt. "Der Vampir kann bleiben, wenn er uns in Ruhe lässt", lautete die Devise von Kreszentiana. Vladi ist mit dieser Entwicklung nicht einverstanden, denn er befürchtet, sich nach einem Verkauf ein neues Domizil suchen zu müssen. Um herauszubekommen, was Kreszentiana wirklich vorhat, will er auch sie mit einem Biss kurzzeitig aus dem Verkehr ziehen.

Entscheidender Fehler

Dabei macht er aber einen entscheidenden Fehler, denn er verwechselt sie mit Betti, was schwerwiegende Folgen haben wird. So versucht der treulose Ehegatte Hannes-Petrus sich an Betti alias Vladi heranzumachen, was aber nicht gelingt. Um ganz sicher zu gehen, hat inzwischen die Käuferin zwei Vampir-Jäger Friedel & Fritz (Benny Neidel und Marina Thurner) engagiert, um den Vampir dingfest zu machen.

Diese haben viele verrücke Ideen, doch was Vernünftiges kommt nicht heraus. Statt den Vampir zu fangen, geht es der zu bemitleidenen Betti an den Kragen. Sie wird in einen Sack gesteckt und weg gebracht. Im dritten Akt versucht der verzweifelte Mirtl alles, der sich an nichts mehr erinnern kann, seine heißgeliebte Betti zu finden, was mit der Hilfe des Vampirs auch geschafft wird. Auch gelingt es ihm mit all seinen Fähigkeiten und seinem kräftigen Gebiss, in das Gehirn von Kreszentiana zu gelangen und zu erfahren, welche Pläne sie mit dem Gebäude verwirklichen will und welches Vorleben sie verschwiegen hat.

Zuguterletzt, wird Vladi auch sein größer Wunsch erfüllt, dass er endlich wie ein gewöhnlicher Mensch mit einer Ehefrau zusammenleben und nach einem erfüllten Leben das Zeitliche segnen kann.

Vorstellungen

Wer wissen möchte, wie das im Einzelnen abgelaufen ist, der sollte sich die Vorstellungen am Samstag, 28., und am Sonntag, 29. April, jeweils um 19.30 Uhr im Kettelerhaus nicht entgehen lassen. Kartenreservierung bei Familie Schütz täglich ab 10 Uhr unter 75 58. (bt)

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