Rosenberger Kirchengemeinden auf Studienreise zu den Schauplätzen der Reformation
Ökumenisch unterwegs

Katholische und evangelische Christen aus Rosenberg vor der Tür der Wittenberger Schlosskirche, an der Martin Luther der Überlieferung nach vor 500 Jahren seine 95 Thesen anschlug. Bild: exb
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
28.06.2017
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Auf den Spuren Martin Luthers bewegten sich die Teilnehmer der ökumenischen Studienfahrt aus den Rosenberger Kirchengemeinden Johannis und Herz Jesu.

Unter der Leitung von Pfarrer Uwe Markert und seiner Frau Christina erfuhren die Reisenden einerseits wichtige Fakten aus dem Leben des Reformators. Andererseits setzten sie sich mit den theologischen Themen der damaligen Zeit auseinander.

Die Gruppe besuchte die Lutherstadt Eisleben, in der er geboren wurde und starb. Zu den Zielen zählte die Kirche St. Petri und Pauli, in der er am 11.11.1483 getauft wurde. Heute ist die modernisierte und umgestaltete Kirche ein Taufzentrum mit einem 70 Zentimeter tiefen Taufbecken als Mittelpunkt. Hier werden auch Erwachsene durch völliges Untertauchen in die Gemeinschaft der Christenheit aufgenommen.

Der Bus hielt in Stotternheim am Gedenkstein, der die Stelle markiert, an der Luther in einem heftigen Gewitter in Todesangst der Heiligen Anna schwor, ein Mönch zu werden, wenn sie ihn aus der Gefahr rette. So geschah es, und er trat 1505 in das Erfurter Kloster der Augustiner-Eremiten ein, das natürlich ebenso besucht wurde.

Während der Fahrten erklärte Uwe Markert wichtige Grundsätze der Reformation. Vor 500 Jahren lebten die Menschen in Angst vor Krankheiten, Krieg und dem Bild des strafenden Gottes, das die mittelalterliche Kirche verbreitete. Luther widersprach ihrer Ablasspraxis, die Sündenstrafen gegen Geldzahlung erließ. Er predigte nach seiner reformatorischen Erkenntnis, die er aus dem Römerbrief gewann. "Wir Menschen werden von Gott geliebt und angenommen, ohne unser Zutun, allein durch das Geschenk des Glaubens, im Vertrauen auf die Erlösung, die uns Jesus erworben hat." Darüber wurde im Bus abends diskutiert.

In Wittenberg, im Lutherhaus, in der dortigen Stadtkirche St. Marien und in der Schlosskirche bestand für die Reisegruppe reichlich Gelegenheit, dieses reformatorische Prinzip auf den vielen Bildern der Lucas-Cranach-Werkstatt zu überprüfen.
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