Sanierung des evangelischen Kindergartens läuft auf vollen Touren
Gute Arbeit im Guten Hirten

Das alte Gebäude ist umweltfreundlich saniert worden. Vom Garten aus ist die künftige Optik schon gut zu erkennen.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
23.03.2018
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Es tut sich was auf der Baustelle im evangelischen Kindergarten Guter Hirte in Rosenberg. Auch wenn die Kernsanierung noch auf Hochtouren läuft, sind der Bauleiter und der verantwortliche Pfarrer zuversichtlich, im September mit allem fertig zu sein.

"Ich bin echt froh, wenn das vorbei ist. Das ist schon nervig", lacht Uwe Markert, Leiter der Pfarrei St. Johannis, die Träger der Einrichtung ist. Er betont aber auch, dass die Bauarbeiten bis jetzt "recht flott" vorangegangen sind. Etwa ein Dreivierteljahr läuft das Ganze nach seiner Auskunft schon. Im September sollen die Buben und Mädchen pünktlich zum kommenden Kindergartenjahr in ihr altes, neues Haus einziehen dürfen. Übergangsweise sind sie im Schlössl Franziskaruh untergebracht.

"Ich hoffe ja, dass ich sie da wieder rauskriege, denen gefällt es so gut", sagt Markert scherzhaft. Die Anzahl der Kleinen, die die Tagesstätte aufnimmt, verändert sich nicht. "Es wird wieder zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe geben." Insgesamt sind das 60 bis 70 Sprösslinge. Auch wenn sich Pfarrer Markert über manche Zustände etwas ärgert, wie zum Beispiel offenstehende Türen trotz laufender Heizlüfter oder die Beschädigung des Rasens, ist er im Großen und Ganzen zufrieden. "Alle haben pünktlich geliefert. Es gab keine größeren Verzögerungen. Ein paar Wochen sind wir im Rückstand, aber das konnte vorher keiner wissen." Manche Decken mussten zum Beispiel wegen der Brandschutzvorschriften speziell saniert werden.

Bauleiter Gerhard Schießl und Markert sind sich einig: "Anfang September soll der Abschluss sein." Die Ausgangslage war schwierig. Der Pfarrer blickt zurück: "Wir hatten ein großes Schimmelproblem, vor allem im Treppenhaus. Das Gebäude hat von unten Feuchtigkeit gezogen. Wir befinden uns hier ja im Sumpfgebiet des Rosenbachs." Die Stadt, die Kirchengemeinde und die Regierung der Oberpfalz, die das Projekt bezuschusst, hätten sich dann für die Grundsanierung entschieden: größere Fenster, ein Aufzug sowie umweltfreundliche, schadstofffreie und innovative Dämmung aus recyclebaren "Papierschnipseln".

Unter dem Strich ist die Bilanz laut Markert positiv: "Ein Neubau wäre viel teurer geworden wegen der ganzen Auflagen. Außerdem wäre der Kindergarten auf mehreren Etagen gar nicht möglich gewesen. Meistens werden neue Kindergärten ebenerdig gebaut." Im Tageslichtkeller ist der Gemeindesaal untergebracht, der bei Bedarf zur Turnhalle umfunktioniert werden kann. Die Gesamtkosten betragen 1,8 Millionen Euro - laut Pfarrer "ein bisschen mehr als gedacht" (etwa 90 000 Euro).

Im Frühjahr 2019 soll es dann auch eine kleine Einweihung geben. Grund für den Aufschub: "Wir wollen draußen feiern, da brauchen wir schönes Wetter. Außerdem sind die neuen Kinder dann schon ein paar Monate da und können Lieder vorsingen. Im September können die ja noch nicht viel", sagt Markert mit einem Augenzwinkern.

Alle haben pünktlich geliefert. Es gab keine größeren Verzögerungen.Pfarrer Uwe Markert
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