Siedlergemeinschaft Feuerhof lässt sich Informieren
Informationen zu Rauchmeldern und Besichtigung der Kläranlage

Klärmeister Herbert Feicht (rechts) machte den Feuerhof-Siedlern den Weg des Abwassers durch die Kläranlage verständlich. Bild: fnk

Einen informativen Doppelpack schnürte die Siedlergemeinschaft Feuerhof für ihre Mitglieder. Innerhalb von drei Tagen erlebten sie ein Kontrastprogramm zwischen den Elementen Feuer und Wasser.

(fnk) Zuerst kam der Kommandant der Feuerwehr Sulzbach, Armin Buchwald, ins Vereinslokal Zum Bartl, um über Rauchmelder zu sprechen. Dann machten sich die Siedler auf den Weg ans andere Ende der Stadt. Klärmeister Herbert Feicht führte sie durch die Kläranlage in Unterschwaig.

Tödliches Kohlenmonoxid

Mit wenigen, aber eindrucksvollen Beispielen versuchte Feuerwehr-Kommandant Buchwald, seine Zuhörer vom Nutzen der Rauchmelder zu überzeugen. Wenn es nachts im Haus brennt und Rauch in die Schlafzimmer zieht, sammelt er sich unter der Decke - unbemerkt von den Menschen, die in ihren Betten liegen. Geruchloses Kohlenmonoxid befördert sie langsam, aber todsicher ins Jenseits. Ein Rauchmelder an der Zimmerdecke hätte sie bei den ersten leichten Rauchschwaden rüde aus dem Schlaf gerissen und so sehr wahrscheinlich ihr Leben gerettet.

Leider sei die Verbreitung von Rauchmeldern in den Häusern und Wohnungen noch sehr dürftig, bedauerte Buchwald. Deshalb habe der Gesetzgeber gehandelt und festgelegt, dass bis Ende 2017 alle Schlafräume, Kinderzimmer und Flure mit den kleinen Geräten ausgestattet werden müssen. 20 Euro pro Zimmer reichten prinzipiell aus. Wer es komfortabler wolle, könne aber zum Beispiel auch in eine Hausanlage mit funkvernetzten Meldern, die über eine Fernbedienung kontrolliert werden, investieren.

Noch Kapazitäten frei

Nur zwei Tage nach diesem Vortrag trafen sich die Feuerhof-Siedler vor den Toren der örtlichen Kläranlage. Klärmeister Herbert Feicht stellte sie vor. Ausgelegt für 45 000 Haushalte, sind derzeit 38 000 angeschlossen. Für künftige Industrieansiedlungen wären also noch Kapazitäten frei.

Angesichts der ankommenden, übelriechenden Brühe fiel es schwer zu glauben, dass daraus wieder sauberes Wasser entstehen könnte, das bedenkenlos in den Rosenbach fließen darf. Der mechanische Teil der Kläranlage verfügt über einen Rechen, der Bestandteile von mehr als sechs Millimeter Größe aussiebt. Kleinteile bleiben im Langsandfangbecken zurück. Es folgen der Fettfang und das Vorklärbecken, in dem sich Schwebteilchen absetzen.

Bei den drei Schritten des biologischen Verfahrens übernehmen Bakterien die Arbeit. Sie bauen unter anderem Nitrate und Phosphate ab. Von der Leitstelle aus wird der gesamte Durchlauf laborüberwacht. Den Rohschlamm aus dem Vorklärbecken zersetzen Bakterien im Faulturm. Das frei werdende Gas betreibt Blockheizkraftwerke, die Strom für den Eigenbedarf der Kläranlage liefern. Der Restschlamm wird getrocknet und zur Verbrennung abtransportiert.

Gut aufs Gebiss achten

Zum Abschluss warnte Feicht die Besucher, dass wertvolle Gegenstände - zum Beispiel ein Gebiss - besser nicht ins Abwasser geraten sollten. Sie bleiben irgendwo in den Kanälen hängen und tauchen nur selten in der Kläranlage wieder auf.
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