Staatliches Bauamt stellt Pläne für Landkreis Amberg-Sulzbach vor
Radweg-Netz in Teamarbeit

Der Finger zeigt den Schwerpunkt 2017: Stefan Noll inspiziert den Plan für Pittersberg-Schafhof.
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Sulzbach-Rosenberg
03.01.2017
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Radwege spielen eine große Rolle in den Planungen: Hier an der B 85 ist die Trasse schon fertig.

Straßen, Brücken, neue Oberflächen: Von Rückstau keine Spur - das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach arbeitet zügig seine Pläne ab. Millionen fließen auch 2017 in den Landkreis. Das Geld verteilt sich auf Projekte zwischen Pittersberg und Michelfeld.

Der Schreibtisch liegt voller Pläne, und zufrieden blickt der Abteilungsleiter auf das Projektjahr 2016 zurück. Die Groß-Bauvorhaben, die das Staatliche Bauamt sorgfältig geplant hatte, liefen weitestgehend problemlos ab. Im Jahresgespräch mit der SRZ nannte Bauoberrat Stefan Noll zunächst die Fahrbahnerneuerung der B 14 auf vier Kilometern zwischen Kauerhof und Fichtelbrunn im Oktober, die rund 0,8 Millionen Euro kostete. Eine Fortsetzung dieser Sanierung in Richtung Weigendorf wird 2017 wohl nicht möglich sein, weil der Landkreis im Lehental eine Brücke erneuert und für eine weiträumige Umleitung die B 14 benötigt.

Zwischen Seugast und Großschönbrunn sollen in diesem Jahr zwei Kilometer der Bundesstraße B 299 für rund eine halbe Million Euro saniert werden, angedacht sei ebenfalls eine Verlängerung der Fahrbahninstandsetzung bis zur B 14 auf vier Kilometern für rund 0,9 Millionen Euro. Eine Dauerbaustelle befindet sich auch zwischen Schafhof und Pittersberg auf der B 85: Dort verbaute das Amt 2016 beispielsweise bei einer Fahrbahnsanierung schon 0,4 Millionen Euro. Und es geht heuer weiter.

Durchfahrt Kastl II

Stolz ist Stefan Noll darauf, dass der "Schmetterling" beim Brückenneubau in Amberg an der Kreuzung B 85/B 299 termingerecht vor Weihnachten fertig wurde (wir berichteten) - immerhin fünf Millionen Euro sind hier verbaut. Die umfangreichen Felssicherungen in Allersburg und in St. Lampert an der Landkreisgrenze zu Neumarkt sowie die Fahrbahnsanierung bei St. Lampert verbuchte Noll ebenso als Erfolg wie den ersten Teil der Ortsdurchfahrt in Kastl mit 0,7 Millionen Euro - hier geht es in den Sommerferien weiter mit den restlichen 500 Metern, die nochmal 600 000 Euro kosten.

Was tut sich noch im neuen Jahr, was steht alles auf dem Schirm? Bauoberrat Stefan Noll hat gerade eine Pressemitteilung verfasst: Vom 8. bis 16. Januar ist die B 85 zwischen der neuen Brücke bei Pittersberg und Schafhof voll gesperrt: Der Forst rodet neben der Straße den Platz für eine zusätzliche Richtungsfahrbahn samt Feldweg. 8,6 Millionen Euro wird der Lückenschluss zur Vierspurigkeit kosten und über 2017/18 realisiert. Dort soll es auch einen Mittelstreifen aus Beton-Elementen geben.

Neue Fahrbahndecke

Auch im Gebiet der Stadt Sulzbach-Rosenberg steht Einiges an: "Wir möchten, wenn es denn klappt, 2017, spätestens jedoch 2018 die Fahrbahnsanierung der B 14 mit lärmtechnisch optimiertem Asphalt zwischen Meister- und Storg-Kreuzung realisieren", kündigt Stefan Noll an. Am besten klappen würde das mit einer konzertierten Aktion an einem Wochenende, dann allerdings nur inklusive Vollsperrung für drei Tage.

"Für die Anbindung der Kreisstraße AS 35 von Illschwang an die Europastraße bei Kropfersricht liegen schon erste Entwürfe vor", berichtet der Planer - das Büro solle aber auch gleich den dreistreifigen Ausbau der B 85 Richtung BePo-Standort projektieren. "Diese planerischen Ideen sind aber erst mit Beteiligten und Betroffenen abzustimmen und planungsrechtlich zu behandeln, insoweit wird sich hier in den nächsten Jahren bautechnisch nichts tun!"

Bis nach Michelfeld

Viel Arbeit also, aber dem Abteilungsleiter fallen noch einige weitere Projekte ein: Ortsdurchfahrt Michelfeld mit Stützmauersanierung am Bach steht auf der Wunschliste, Fertigstellung der Goldbrunnenbach-Brücke bei Ligenz ganz im Norden des Landkreises und das letzte Stück Staatsstraße 2240 zwischen Utzenhofen und dem Landkreis Neumarkt.

"Bereits 2017 greifen wir die Ortsumgehung Mertenberg bei Schnaittenbach an, die rund 3,5 Millionen Euro kosten wird", fügt er noch an, dann schließt sich der Aktendeckel über den Zukunftsprojekten. Aber ist das alles auch bezahlbar? Noll ist zuversichtlich: "Glücklicherweise ist die Finanzausstattung zur Erhaltung von Bundesstraßen jetzt ausgezeichnet."

Radeln bis nach NeumarktSehr am Herzen liegen dem Staatlichen Bauamt die Radwege: Sie sind vorgesehen entlang der B 85 und an der B 14 von Kauerhof nach Sulzbach, aber auch Richtung Autobahn. Hier haben sich zwei Partner gefunden. Konkret plant das Bauamt mit den Gemeinden Illschwang und Birgland eine durchgehende Radweg-Verbindung Richtung Lauterhofen. Zunächst wird heuer bei Pesensricht ein Stück Feldweg umgebaut für rund 50 000 Euro. Die Trasse soll weiterführen über Woppenthal nach Schwend und dort an einer Querungshilfe am Ortseingang münden, bevor es weitergeht Richtung Landkreisgrenze. Auch das Radweg-Stück Illschwang-Ödputzberg-Angfeld steht im Visier der beiden aktiven Gemeinden, wie Noll berichtete. (ge)
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