08.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Stadt Sulzbach-Rosenberg übernimmt Vorreiterrolle im Landkreis Rettung kommt aus der Dose

Sie ist klein, rund, grün-weiß und irgendwie genial einfach: Die Notfall-Dose kann Leben retten, einfach nur durch ihre Existenz. Sie enthält alle Notfalldaten, die für die medizinische Erstversorgung wichtig sind. Und wenn die alarmierten Helfer in die Wohnung kommen, finden sie die Dose auch sofort: Sie steht nämlich im Kühlschrank.

Das ist sie, die neue Notfalldose: Sie kann mit ihren Informationen durchaus Leben retten. Bilder: Gebhardt (2)
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Vereinzelt gibt es sie schon in der Region, die Notfalldose, aber jetzt übernahm die Stadt Sulzbach-Rosenberg eine wichtige Vorreiterrolle im Landkreis: Der Seniorenbeauftragte Andreas Knopp stellte gemeinsam mit Vertretern von Rettungs- und Betreuungsdiensten das System vor und wird es großflächig verbreiten.

Im Rathaus zählte Andreas Knopp auch auf die Mithilfe von Brigitte Riederer, Pflegedienstleiterin der Ökumenischen Sozialstation, von BRK-Rettungsdienstleiter Erwin Gräml und von Armin Buchwald, Leiter der Integrierten Leitstelle in Amberg. Sie alle werden sich für die schnelle Verbreitung der Dose einsetzen und wissen ihre Vorzüge zu schätzen.

Um was handelt es sich nun genau? Knopp erklärte es den Gästen: Immer mehr Menschen hätten zu Hause einen Notfallpass, einen Medikamentenplan und andere wichtige Unterlagen. Ereignet sich nun bei ihnen daheim ein Notfall, wird das Rettungsteam gerufen, vergeht oft wertvolle Zeit mit der Suche nach Informationen. "Mit der Notfalldose sind diese Daten an einem sicheren und zentralen Ort gebündelt, nämlich im Kühlschrank!", beschrieb Knopp. In der zehn Zentimeter hohen Schraubdose steckt das Notfall-Infoblatt, das der Besitzer natürlich gewissenhaft ausfüllen muss: persönliche Daten, Krankenkasse, Versicherungsnummer, Blutgruppe als erstes. Dann kommen die medizinischen Gegebenheiten: Wie steht es mit Herzschrittmacher, Bluthochdruck, Diabetes, Bypässen, Asthma, Nierenerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.? Existieren Implantate, gab es schwerwiegende Operationen, welche Medikamente werden genommen, wo liegen Notfallordner oder Patientenverfügung?

All das finden die Ersthelfer auf einen Blick, zusammen mit der Hausarzt-Adresse, wichtigen Telefonnummern und der Anschrift von Notfall-Kontaktpersonen und anderen Hinweisen, in der weiß-grünen Dose, die sinnvollerweise in der Kühlschranktür stehen sollte. Zwei Aufkleber können in der Wohnung zusätzlich einen Hinweis geben auf den Standort. Kommt der Patient ins Krankenhaus, wandert die Dose natürlich mit - schließlich enthält sie komprimiert alle wichtigen Angaben, die in der Notaufnahme benötigt werden. Erwin Gräml vom BRK-Rettungsdienst begrüßte die Initiative, die wertvolle Informationen in schneller Zeit liefere: "Sehr, sehr gut und zweckmäßig für das Personal." Er lobte, dass die größte Kommune eine Vorreiterrolle im Landkreis übernehme durch die massive Bewerbung dieser Dose. Auch Bürgermeister Michael Göth fand dies den richtigen Weg, schnelle Hilfe zu gewährleisten. Er dankte Andreas Knopp für seinen Einsatz. "Die Kommune übernimmt Verantwortung gegenüber dem Bürger!"

___

Weitere Informationen im Internet:

www.suro.city/buergerservice

Dosen-Verkauf

Die Notfalldose kostet zwei Euro und ist momentan zu haben bei

Stadtkasse Rathausgasse

Tourist-Info Rathaus

Ökumenische Sozialstation Hofgartenstraße

Haus für Bürgerdienste, Seniorenbeauftragter.

Wer die Dose ebenfalls anbieten möchte, kann sich an den Seniorenbeauftragten wenden (09661-510-135). (ge)

Sehr, sehr gut und zweckmäßig für das Personal.Erwin Gräml, BRK
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp