03.07.2017 - 17:40 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadtgärtnerei bekämpft Eichenprozessionsspinner Gefahr im Haar

Der Eichenprozessionsspinner fühlt sich auch in Sulzbach-Rosenberg wohl. Im Bereich Annaberg-Lobenhof geht die Stadt gegen eine Brutstätte vor. Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl und Stadtgärtnermeister Klaus Herbst erklärten, dass das Problem von Seiten der Verwaltung keineswegs auf die leichte Schulter genommen werde. "Wir nehmen die Sorgen der Bürger ernst und bekämpfen die Gespinste des Eichenprozessionsspinners bei Bekanntwerden des Befalls", sagte Wendl.

Unzählige Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen an einem Eichenstamm entlang. Ihre feinen Brennhaare können beim Menschen eine allergische Reaktion auslösen. Im Stadtgebiet werden die Gespinste des Nachtfalters im Bedarfsfall von den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei mit einem speziellen Sauggerät abgesaugt. Bild: dpa
von Andreas Royer Kontakt Profil

Im Bereich Annaberg-Lobenhof sei die Stadtgärtnerei bereits im Juni zweimal mit einer Absaug-Aktion aktiv geworden. "Wir behalten das Vorkommen weiterhin genau im Blick, um im Bedarfsfall sofort reagieren zu können. Gerade auch vor dem Annabergfest gibt es weitere intensive Kontrollen, um Gefährdungen für Passanten auszuschließen", so der Gärtnermeister. Er gibt aber auch zu bedenken, dass nicht jedes sichtbare Gespinst in der Natur vom Eichenprozessionsspinner stammt.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schützen sich gegen ihre Fressfeinde mit unzähligen feinen Brennhaaren, die eine Gesundheitsgefahr (Reizungen der Haut und Schleimhäute) für den Menschen darstellen können. Forstbetriebe, Städte und Gemeinde gehen deshalb in betroffenen Regionen mit verschiedenen Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner vor.

Infolge der Klimaerwärmung sei nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit mit einer Erweiterung des Verbreitungsgebietes dieses Nachtfalters sowie mit einer Zunahme der Dichte zu rechnen.

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