Studenten der Initiative Junge Forscher stellen die Nanotechnologie vor
Ständiger Begleiter im Alltag

Eigene Experimente mit Nanopartikeln weckten das Interesse der Gymnasiasten. Bild: hfz

Nanotechnologie: Das klingt nach einer Sache, an der Wissenschaftler in Laboren arbeiten. Tatsächlich begegnet sie uns im Alltag auf Schritt und Tritt. Schon morgens beim Zähneputzen geht's damit los.

Studenten der Initiative Junge Forscher (IJF) aus Würzburg haben ein Projekt gestartet, um die Nanotechnologie in den Schulen bekannt zu machen. Zwei von ihnen kamen dieser Tage bei den Zehnklässlern des Herzog-Christian-August-Gymnasiums vorbei.

Zuerst erfuhren sie in einem einstündigen Vortrag, dass sich die Nanotechnologie dem Fachbereich Physik unterordnet. Die Schüler versammelten sich in der Aula für die Präsentation, wobei sie aktiv mit in den Vortrag eingebunden wurden.

Was ist Nanotechnologie und wo findet man sie? Die Antwort steckt im Alltag. Die jungen Zuhörer staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass die Nanotechnologie sie ständig begleitet. Es fängt morgens beim Zähneputzen an, da in Zahnpasta oft Nanopartikel enthalten sind, und reicht weiter vom Smartphone bis zur DVD.

Nanotechnologie findet sich auch in der Medizin, insbesondere in der Krebsforschung, wieder. Es wird an Methoden geforscht, die es ermöglichen sollen, Tumore mit der Hilfe von Nanoteilchen zu behandeln.

Nachdem die Schüler einen Einblick in das Themengebiet der Nanotechnologie erhalten hatten, wartete im Anschluss noch ein spannender Vormittag auf sie, der das Wissen vertiefen sollte. Dies geschah klassenweise im Wechsel. Matthias Gerhard und Daniel Friedrich von der IJF hatten dazu zwei Teile vorbereitet; einen praktischen und einen theoretischen.

In der Praxis führten sie selbstständig Experimente durch. Beispielsweise überzogen sie Glas mit einer wasserabweisenden Nanobeschichtung. Im theoretischen Teil erfuhren sie alles über Mikroskopie und konnten einen Versuch mit Nanoteilchen im Kaffee beobachten. Dabei erklärten die Studenten anschaulich alle Abläufe und beantworteten geduldig die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

Zum Abschluss des Tages konnten die Jugendlichen ausführlich über das Thema diskutieren, indem sie ein Rollenspiel durchführten, das verschiedene Ansichten über die Vor- und Nachteile der Nanotechnologie aufzeigte. In der Abschlussrunde durfte jeder seinen persönlichen Standpunkt äußern.

In Kürze wird noch ein weiterer Besuch der IJF am HCA folgen, bei dem das Projekt fortgesetzt wird. Bis dahin haben die Schüler die Möglichkeit, an einem Wettbewerb teilzunehmen, indem sie Plakate zu unterschiedlichen physikalischen Themen mit Bezug zur Nanotechnologie erstellen.
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