Studenten haben das Gebäude genau unter die Lupe genommen
Ideen für das Literaturhaus

Vorsitzender Heribert Tommek und Programmleiterin Patricia Preuß (Fünfter und Sechste von links) begrüßten zahlreiche Gäste, darunter Altbürgermeister Gerd Geismann (links), Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (Zweiter von links), Bezirksrat Richard Gaßner (Dritter von links), Bürgermeister Michael Göth (Vierter von links) sowie seine Vertreter Günter Koller (Dritter von rechts) und Hans-Jürgen Reitzenstein (Vierter von rechts). Bild: gac
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Sulzbach-Rosenberg
30.06.2017
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40 Jahre besteht heuer das Literaturarchiv im früheren Sulzbach-Rosenberger Amtsgericht. Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Regensburg haben sich Gedanken über die Zukunft des Gebäudes gemacht, die im Foyer präsentiert werden.

"Es ist schön zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus die Studenten den Bau und seine Geschichte erforscht und Vorschläge für Verbesserungen entwickelt haben", sagte Dr. habil. Heribert Tommek, Vorsitzender des Trägervereins, zur Eröffnung der Schau.

Unter Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Joachim Wienbreyer haben Hochschüler des Studiengangs "Bauen im Bestand" der OTH zunächst das Gebäude genau vermessen und gezeichnet. Darauf aufbauend haben sie Vorschläge für Verbesserungen der Raumnutzung, des Raumklimas, des Zugangs für Gehbehinderte und des Brandschutzes erarbeitet. Das Architekturbüro Kunert erstellt auf dieser Basis eine Machbarkeitsstudie, die dann auch den Aufwand für Verbesserungen beziffert.

Auf großen Stellwänden sind Grundrisse und Schnitte des Amtsgerichts-Gebäudes im jetzigen Zustand und nach vorgeschlagenen Umbauten dargestellt. Fotos, perspektivische Zeichnungen und Texte begleiten sie. Besonders reizvoll ist der historische Bezug. Das Sulzbach-Rosenberger Amtsgericht wird mit anderen bayerischen Gerichts- und Verwaltungsbauten aus der Epoche um 1900 verglichen und als typischer Vertreter dieser Zeit identifiziert. Aus diesem Grund sind auch keine gravierenden Veränderungen am Gebäude geplant. Ein möglicher Anbau im Hof wird durch Verwendung großer Glasflächen sehr transparent und zurückhaltend gestaltet.

Das studentische Projekt und die Machbarkeitsanalyse kosten 30 000 Euro. Die Stadt schießt 9000 Euro zu; den Rest muss der Trägerverein aufbringen. "Viel Geld", wie Programmleiterin Patricia Preuß anmerkte. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz ließ aber durchblicken, dass eine Förderung durch den Freistaat durchaus wahrscheinlich sei, obwohl das Finanzministerium bisher offiziell stets erklärt hat, nur für den Unterhalt, aber nicht für Renovierungen am Gebäude zuständig zu sein. Wenn bis zum Januar 2018 die Anträge gestellt sind, könnte im Doppelhaushalt 2019/20 Geld fließen.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 10. September, im Foyer des Literaturhauses zu sehen. Weitere Information unter www.literaturarchiv.de.
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