02.06.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Vernissage Ausstellung Erdcharta

Die Bewegung Erdcharta vertritt weltweit die Grundsätze guten menschlichen Zusammenlebens mit Erhaltung unserer Welt. Dessen Verein Nordbayern bekam nun Gelegenheit, seine Mitglieder und deren Wirkungskreise in einer Ausstellung zu präsentieren.

Vor der Ausstellungwand mit (von links) 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein, 2. Vorsitzenden Norbert Peter, Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann, Erdcharta-Vorsitzende Irene Heiß-Eppig und Krankenhausvorstand Klaus Emmerich. Bild: fm
von Franz MüllerProfil

(fm) Dazu stellte das St.-Anna-Krankenhaus mit seiner Kultur-AG das Foyer zur Verfügung. Ergänzend gibt es Naturfotos aus der ganzen Welt zu betrachten.

Das Krankenhaus hat durch seine Kultur-AG bereits einen guten Ruf, die Flur- und Foyerwände mit Bildern und Fotos heimischer Künstler zu verschönern. Diesmal sind es plakative Aufnahmen mit der Vorstellung der hier aktiven Erdcharta-Mitglieder. Im Mittelpunkt stehen deshalb die vier Grundsätze der Erdcharta, die den Besuchern eigentlich selbstverständliche Weisheiten und Anliegen näher bringen sollen. "Für die vier hehren Ziele wie Achtung vor dem Leben, ökologische Ganzheit, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit sowie Demokratie, Gewaltfreiheit und Frieden lohnt es sich in unserer krisengeschüttelten Welt zu kämpfen", betonten die Mitglieder.

Musikalisch von Barbara Hofbauer und Paula Herrneder eingeleitet und einfühlsam die Pausen füllend, eröffnete Vorstand Klaus Emmerich die Vernissage. Die Ausstellung weicht zwar etwas vom reinen Kunstgenuss ab, ist es aber durch die soziale Wirkung wert, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Denn auch das Krankenhaus erfüllt mit seiner Verpflichtung um die Gesundheit einen Teil der Erdcharta, meinte Emmerich. Sein Dank galt der Kunst-AG für ihre Mithilfe im Vorfeld.

In den Köpfen

Als Gründungsmitglied des Vereins und kommunale Vertreterin, neben 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein, hielt Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann die Verbreitung der Erdcharta-Grundsätze im praktischen Leben für eine große Aufgabe. "Die Achtung und der Respekt vor dem Leben muss in den Köpfen vorhanden sein und gelebt werden." Ein Beispiel dafür sei das Seminarhaus Deinsdorf, dessen Leiterin Irene Heiß-Eppig als Vorsitzende des Vereins die Grundsätze lebe.

Für den Verein "Licht für Tibet" gratulierte Simone Gradl zur gelungenen Ausstellung: "Die Erfahrung mit dem Klimawandel, der überall spürbar ist, muss zur Einsicht der Menschen führen. Der Erhalt der Erde kann nicht verordnet werden, sondern muss von der Basis kommen", ist sie überzeugt.

Die vier Grundsätze der Erdcharta und ihre Entstehung erläuterte 2. Vorsitzender Norbert Peter im Detail. Die Erhaltung der Erde für künftige Generationen durch nachhaltige Politik und Privatinitiativen wird in diesen Richtlinien aufgezeigt.

Dies ergänzte Angelika Przybilla als aktives Mitglied mit dem Hinweis auf die Zusammenarbeit mit ähnlichen Institutionen wie dem Naturbund. Auch Menschen wie der Dalai Lama mit dem Appell zur Barmherzigkeit trügen zur besseren Menschheit bei. Sie lobte auch die Fotoausstellung der Galeristin Laura Gräfenhahn im 1. Obergeschoss, deren Naturaufnahmen äußerst sehenswert seien.

Die Ausstellung kann nun bis Donnerstag, 29. Juni, bei den Patienten und Besuchern im Krankenhaus etwas mehr Verständnis für die Umwelt wecken und vielleicht eine Änderung des eigenen Verhaltens bewirken.

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