20.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Versammlung der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg Binnen zehn Minuten vor Ort

Zu 95 Prozent erfüllt hat die Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist - binnen zehn Minuten erreichen die Aktiven den Einsatzort. Nicht ganz ohne Stolz verkündet dies Kommandant Armin Buchwald in der Jahreshauptversammlung.

von Wolfgang BerndtProfil

Den Berichtsreigen eröffneten Schriftführer Hans-Jürgen Müllner und Kassier Mario Meidenbauer, der auf ein positives Ergebnis im Jubiläumsjahr hinwies. Lob hörten die Mitglieder über ihre Ehrenamtlichen. Denn während andernorts Probleme bei der Anzahl der Aktiven und bei der Werbung für Nachwuchs auftreten, gelang es der Wehr Sulzbach-Rosenberg die Anzahl nicht nur zu halten, sondern gar auszubauen. "Da braucht der Wehr um die Zukunft nicht bange zu sein", so Bürgermeister Michael Göth. Kreisbrandmeister Michael Iberer schloss sich dem an.

2017 wurde die Feuerwehr zu 257 Einsätzen gerufen, die 159 technische Hilfeleistungen, 31 Brände und 67 freiwillige Tätigkeiten beinhalteten, schilderte Buchwald. "Das sind 3029 Helfereinsatzstunden." Dazu kamen eine Vielzahl von Übungen mit 11 849 Stunden und der Besuch verschiedener Lehrgänge. Dies alles habe auch 2017 die Feuerwehr vor die Lösung einer großen Anzahl von Aufgaben gestellt, die die Dienstleistenden zu einer sehr hohen zeitlichen Belastung forderten.

Ebenfalls bewies die Anzahl der Einsätze, dass die Vorhaltung der Fahrzeuge und Geräte keineswegs überzogen sei, sondern ausreichend und im notwendigen Maß verhältnismäßig sind. Welche positive Bedeutung die Wehr für Sicherheit und Gefahrenschutz für die Bevölkerung habe, zeigten die nackten Zahlen: "In 20 ausgewerteten Brandeinsätzen wurde bei 19 die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten, was einen Erreichungsgrad von 95 Prozent erfüllt", betonte Buchwald.

Daraus leite sich ab, wie viel Feuerwehr die Stadt benötige und welche Finanzmittel in welcher Höhe zielgerichtet eingesetzt werden sollten. Mit dem Dank an die Stadt für gewährte Unterstützung verband Buchwald aber auch die Hoffnung auf die zeitnah notwendige Realisierung der Sanierung und Ertüchtigung des Altbaus.

2017 habe die Jugendfeuerwehr 34 Übungen und zusätzlich eine Übung am Schuttplatz im Beisein der Eltern abgehalten, informierte Jugendwart Jürgen Urbanski. Beim Wissenstest waren 14 Jugendliche in den Stufen Bronze bis Gold erfolgreich. Derzeit gehören 16 Nachwuchskräfte, davon fünf Mädchen, der Jugendfeuerwehr an. Bei den zehn Einsätzen des Atemschutzes ragte der Brand in einer Lagerhalle in Kropfersricht und ein Brandeinsatz in Prangershof heraus, berichtete der Leiter Atemschutz, Michael Gebhardt.

Um weiter effektiv zu arbeiten, wurden vier Zug- und vier zusätzliche Übungen abgehalten, schilderte der ABC-Zugführer Markus Ertl. Zum Glück sei bei einem Chemiebrand in Schnaittenbach und bei einem Gefahrgutunfall auf der A 6 ein Eingreifen nicht nötig gewesen.

2017 hätten Klassen der Pestalozzi- und der Förderschule sowie Kinder der Krippe Sonnenschule der Feuerwehr einen Besuch abgestattet, teilte vom Bereich Brandschutzerziehung Matthias Uhl mit. Dabei lernten sie Fahrzeuge und Ausrüstung kennen und konnten einen Notruf bei der Leitstelle absetzen. Im Kindergarten An der Allee gab es eine Räumungsübung, um den Kleinen die Angst vor Atemschutzträgern bei einem Notfall zu nehmen.

Trotz eines vollgepackten Terminkalenders, von Winterwanderung über Bockbierfest und Ehrenabend bis zur Weihnachtsfeier, nahm die Wehr an Feuerwehrfesten in Auerbach, Sunzendorf und Süß teil, erinnerte Vorsitzender Thomas Wiesent.

Höhepunkt aber seien die eigenen Feierlichkeiten zum 150-jährigen der Wehr gewesen. Zusammen mit anderen Rettungsorganisationen fand auf dem Luitpoldplatz ein Aktionstag statt. Bei Informationsständen und Schauübungen verschafften sich die zahlreichen Besucher einige Einblicke über die vielfältigen Leistungen von Ehrenamtlichen.

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