20.02.2017 - 20:10 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Weltgebetstag stellt dieses Mal Philippinen in Mittelpunkt Schulen für viele Kinder unerreichbar

"Mabuhay" - dieser Gruß kommt von den Philippinen. Der Inselstaat im Pazifik rückt dieses Mal in den Blickpunkt des Weltgebetstages, den Frauen aller Konfessionen im März begehen. Der ökumenische Gottesdienst in Rosenberg beginnt am Freitag, 3. März, um 19 Uhr in der katholischen Kirche Herz-Jesu.

Auf Tüchern in den philippinischen Farben blau, rot und weiß waren einige für den Inselstaat typische Gegenstände abgelegt. Bild: mrb
von Autor MRBProfil

Zu einem Vorbereitungsabend hatte der Katholische Frauenbund Herz-Jesu Rosenberg in den Pfarrsaal des Kettelerhauses eingeladen. Vertreter aus verschiedenen Vereinen und Verbänden beider Konfessionen kamen. Evi Rauch erläuterte die Hintergründe des Mottos "Was ist denn fair?"

Ökonomie der Ausbeutung

Philippinische Frauen machten damit auf Probleme und Ungerechtigkeiten in ihrem Land aufmerksam. Das Titelbild der Künstlerin Rowena Laxama-Sta. Rosa zeigt in vielen Details die Folgen der weltweiten Ökonomie der Ausbeutung auf. In der Mitte des Bildes ist eine Frau mit einer Waage in der Hand zu sehen. Sie steht für die Forderung nach Fairness und globaler Gerechtigkeit.

Etwa 102 Millionen Menschen leben auf den Philippinen. Das Land besteht aus 7107 Inseln, von denen rund eintausend bewohnt sind. Dominikanermönche brachten bereits im 16. Jahrhundert den christlichen Glauben in diesen Teil des pazifischen Ozeans. Heute sind mehr als 80 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch. Das subtropische Klima bringt eine reiche Vielfalt an Pflanzen und Tieren hervor. Sandstrände unter Palmen und Korallenriffe machten die Philippinen bei Urlaubern beliebt. Allerdings geraten die Naturparadiese durch Industrialisierung und Bautätigkeit in Gefahr. Der Kahlschlag großer Waldflächen begünstige die Entstehung von Taifunen und Überschwemmungen.

Das Land gehört zum größten Teil einigen wenigen Großgrundbesitzern. Kleinbauern könnten oft von ihren Erzeugnissen kaum leben. Frauen aus ländlichen Gebieten suchten zum Beispiel in Textilfabriken in den Städten nach Arbeit, um die Familie über die Runden zu bringen. Für viele Kinder blieben Schulen unerreichbar, weil es an Geld fehle oder der Weg zu weit sei.

Lieder schon mal geprobt

Bilder vermittelten den Rosenberger Frauen Eindrücke der Philippinen. Gleichzeitig erfuhren sie etliches über das Leben der Frauen dort, über deren Sorgen und Probleme. Auch die Lieder, die philippinische Frauen für den Gottesdienst ausgesucht haben, wurden gemeinsam gesungen.

Zum Abschluss waren die Gäste zu einem Büfett mit landestypischen Speisen eingeladen. Das Grundnahrungsmittel der Philippinen, der Reis, spielte eine wichtige Rolle dabei, ebenso wie Früchte und Kokos. Das Angebot reichte von Linsensuppe, Ananas-Reis-Salat, Empananda, Reiskuchen und Kokos-Schnitten bis zu Obstsalat und Panna Cotta.

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