05.11.2017 - 13:52 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zahnmedizinisches Ärztehaus feierlich eingeweiht Zwei Praxen in Rekordzeit

Eine der ersten Diagnosen stellte Dekan Karlhermann Schötz bei der Einweihung des zahnmedizinischen Ärztehauses in der Dieselstraße 28. Er prognostizierte den beiden Bauherren, dass sie sicher erst in ein paar Tagen genau merken, wie sich das anfühlt, in den neuen Räumen zu arbeiten. Eins stand jedoch schon fest: Die Bauzeit geschah in Rekordzeit.

Das Millionenprojekt zweier Privatinvestoren ist abgeschlossen. Das neue zahnmedizinische Ärztehaus gegenüber der Krötenseeschule wurde am Samstag feierlich eingeweiht. Vorne, von links: Dekan Karlhermann Schötz, Bauherr Eckhard Winkler, Bürgermeister Michael Göth, Bauherr Gregor Stephan und Projektleiter Ernst Zobel von der Stadtbau Amberg. Bilder: Bleisteiner (2)
von Markus Bleisteiner Kontakt Profil

"Mut und Kraft" bewiesen laut Schötz Eckhard Winkler und Gregor Stephan mit ihrer Entscheidung, gemeinsam in ein Millionenprojekt am Stadtrand von Sulzbach-Rosenberg zu investieren. Gegenüber der Krötenseeschule, sozusagen auf der grünen Wiese, aber dennoch zentral gelegen, schoss innerhalb von sieben Monaten ein zweistöckiges Gebäude sprichwörtlich wie ein Schwammerl aus dem Boden. "Das war unglaublich, wie alle mitgezogen haben", freuten sich Zahnarzt Winkler und Kieferorthopäde Stephan mit ihrem Team.

Winkler: "Durch die kontinuierliche Bauüberwachung und Koordination der Gewerke durch das Ingenierbüro Umbraculi und die Projektsteuerung durch Ernst Zobel von der Stadtbau Amberg haben wir es geschafft, das Gebäude in nur sieben Monaten fertigzustellen. Eine Rekordzeit. Zudem ist es gelungen, durch stetige Kostenkontrolle das gesetzte Budget um nur sechs Prozent zu überschreiten." Beide Bauherren waren voll des Lobes über die perfekte Arbeit, bedankten sich aber vor allem auch bei ihren Familien, für den "großartigen Rückhalt". Dass alles wie am Schnürchen lief, schrieben Stephan und Winkler einer goldrichtigen Entscheidung zu: "Für den Ausbau haben wir in Absprache mit der Projektleitung und dem Architekturbüro bewusst nur regionale Firmen aus Sulzbach-Rosenberg, Amberg, dem Landkreis Amberg-Sulzbach beziehungsweise den Nachbarlandkreisen gewählt. Es waren nicht immer die günstigsten, aber nach unserem Empfinden die Besten."

Projektleiter Ernst Zobel freute sich mit den beiden Investoren: "Dass diese sieben Monate auch realistisch geworden sind, sieht man heute." Beim Spatenstich am 25. März hätte er noch das ein oder andere Schmunzeln gesehen, als es hieß, im Oktober werde das Gebäude fertig sein. "Umso mehr freut es uns, dass wir mit dieser Baumaßnahme auch die letzten Zweifler überzeugten. Das alles konnte nur mit dem richtigen Planerteam und versierten Handwerksfirmen gelingen."

Architekt Stefan Graf vom Ingenieurbüro Umbraculi aus Amberg gab das Lob gerne zurück. "Es wurde ein Projektsteuerer beauftragt, der Ahnung hat. Wenn ich bei dieser Baumaßnahme mit jemanden gestritten habe, dann mit Herrn Zobel." Es sei aber dabei immer nur um die besten Lösungen für die Bauherren gegangen. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der zum Gelingen beitrug, war: "Es wurden nur Firmen beauftragt, die eigene Leute beschäftigen, und nicht nur Subunternehmer." Energetisch sei das Gebäude auf dem modernsten Stand. "Den eigenen Strom liefert die PV-Anlage auf dem Dach, Heizen und Kühlen erfolgt mittels Wärmepumpe. Dank aller Komponenten befinden wir uns hier in einem Null-Energie-Haus!"

Das Praxisgebäude in der Dieselstraße reihe sich nahtlos in die Liste der größeren Baumaßnahmen innerhalb der Stadt in diesem Jahr ein, merkte Bürgermeister Michael Göth in seinem Grußwort an. "Es ist erfreulich, dass auch wir als Kommune unseren Beitrag zum zügigen Baufortschritt leisten durften."

Nach der Segnung der Räume durch Dekan Karlhermann Schötz überzeugten sich die Gäste beim Rundgang von der Großzügigkeit der modernen Zimmer. Sie durften auch ganz entspannt und schmerzfrei in den farbigen Behandlungsstühlen Probesitzen.

Zahlen und Fakten

Die Idee

Im Jahr 2005 übernahm Eckhard Winkler die Zahnarztpraxis von Dr. Mathias Stephan und führte diese bis 2012 als Einzelpraxis. Anfang 2012 erweiterte sich das Behandlungsspektrum durch Dr. Dajana Reu (Fachzahnärztin für Oralchirurgie) und Mitte 2012 folgte Dr. Annette Kolland-Taschek als zertifizierte Kinderzahnärztin. Anfang 2015 stießen Claudia Stephan und im Jahr 2016 Daniel Götz als angestellte Zahnärzte zur Gemeinschaftspraxis.

"Aufgrund dieser Konstellation wurden uns die Räume in der Rosenberger Straße langsam aber sicher zu klein", so Eckhard Winker gegenüber der SRZ. Auch Gregor Stephan, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, der 2016 die Leitung der Praxis seiner Mutter Dr. Ilse Stephan übernahm, stand vor der Entscheidung in der Rosenberger Straße erheblich zu renovieren oder einen Neuanfang zu wagen. Stephan: "Nach recht kurzer Beratung stand unsere Entschluss fest, gemeinsam ein neues Gebäude zu errichten."

Das Gebäude

Architekt Stefan Graf und Projektleiter Ernst Zobel warteten mit Zahlen und Fakten auf. Die Gebäudegröße beträgt 35 x 13 Meter. Es gibt 13 Stellplätze im Freien und 25 in der Tiefgarage. Auf Technik und Treppenhaus entfallen 135 m². Die Praxisfläche umfasst insgesamt 890 m² (585 Winkler/305 Stephan). Strom wird mit einer Photovoltaikanlage erzeugt. Heizen und Kühlen erfolgt mittels Wärmepumpe, die in der Tiefgarage installiert ist. Gedämmten Decken und Raffstore sorgen im Sommer und im Winter für Wärmeschutz und -erhalt. Durch die selbsttragende Decke kommt das Hausinnere ohne Stützen aus, erklärten die Experten. Es wurden insgesamt 4200 m² an Rigipsplatten, 26 km Kabel, 8 km EDV-Kabel und rund 200 Leuchten verbaut. 200 EDV-Daten-Anschlusspunkte und Touchpanels regeln die Jalousien oder die Beleuchtung. Zwei Klimaaußeneinheiten und sechs Wandgeräte mit Einzelraumüberwachung sorgen dafür, dass Patienten und Ärzte nicht ins Schwitzen geraten. (blm)

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Weitere Informationen:

www.die-zahnaerzte-suro.de; www.kfo-suro.de

"Den eigenen Strom liefert die PV-Anlage auf dem Dach, Heizen und Kühlen erfolgt mittels Wärmepumpe. Dank aller Komponenten befinden wir uns hier in einem Null-Energie-Haus!"Architekt Stefan Graf, Ingenieurbüro Umbraculi

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