05.07.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Ernährungsspaziergang der Ortbäuerinnen führt nach Erlheim Wohlfühl-Atmosphäre für Kühe

Glückliche Kühe gibt es nicht nur in der Werbung. Sie stehen auch im Stall der Familien Mayer in Erlheim bei Sulzbach-Rosenberg. Diesen Eindruck gewannen die Ortsbäuerinnen des Bayerischen Bauernverbands auf ihrem fünften "Ernährungsspaziergang" rund um das Thema Milch.

Landwirt Gerald Mayer ist überzeugt, dass sich der Komfort für die Tiere in der Qualität ihrer Milch widerspiegelt.
von Brigitte WeiglProfil

Eingeladen zum fachlichen Austausch hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg, kurz AELF, um im Betrieb von Familie Mayer, Junior und Senior, das Verbraucherwissen über die Lebensmittelherstellung zu stärken. Denn, wie Hauswirtschaftsoberrätin Ursula Eckl betonte, Ortsbäuerinnen hätten eine Doppelfunktion als Verbraucherinnen und Multiplikatorinnen.

Reinhold Kräckl, Bereichsleiter Landwirtschaft am AELF, und Kreisbäuerin Brigitte Trummer dankten den Familien Mayer für ihre Bereitschaft, ihre hochmoderne Milchviehstallung sowie den neuen Milchautomaten vorzustellen. 1981 für sein 300-jähriges Bestehen prämiert, gehöre der Bauernhof der Familie Mayer einerseits zu den ältesten Betrieben in Bayern, andererseits aber auch mit zu den modernsten Anlagen, die es zur Zeit gibt, wurde auf dem Rundgang betont.

Seit November 2016 könnten sich die Kühe in einer wahren Wohlfühl-Atmosphäre frei bewegen, auf Stroh liegen, sich rundum bürsten lassen oder den vollautomatischen Melkautomat benutzen. Beim Rundgang der Bäuerinnen erläuterte Nebenerwerbslandwirt Gerald Mayer den hohen Komfort für die Tiere, der sich in der guten Milchqualität widerspiegle.

"Und davon profitieren alle, die sich ihre Milch an der Milchstation selbst holen" - und das täten immer mehr Leute, sagte Seniorchefin Gisela Mayer. Die ersten kämen manchmal schon um 5.30 Uhr morgens, die letzten um 22 Uhr am Abend, um sich mit tagfrischer, gekühlter Milch zu versorgen. Die Abnahmemenge schwanke zwischen einem halben Liter, fünf Litern oder mehr. Sogar weite Wege würden in Kauf genommen. Viele Leute bedankten sich für die gute Milch, die sie gleich an Ort und Stelle probierten.

Dass sie sich auch vielseitig weiterverarbeiten lässt, wollte Hauswirtschaftsoberrätin Eckl nicht unerwähnt lassen. Sie betonte die wertvollen Inhaltsstoffe von Frischkäse, Quark, Joghurt, Dickmilch und Kefir.

Ein wahres Feinschmeckerbuffet aus Milch-Mixgetränken, herzhaften und süßen Speisen, Kuchen und Eis hatte Juniorchefin Heidi Mayer vorbereitet. Daran bedienten sich die Ortsbäuerinnen, bevor sie sich zu einem regen Gedankenaustausch zusammensetzten.

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