02.11.2017 - 16:26 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Fraunhofer Umsicht gründet Technologieplattform Teamarbeit mit Kanada

Jetzt holt Fraunhofer-Umsicht auch noch die Kanadier ins Boot: Professor Andreas Hornung unterzeichnete einen Kooperationsvertrag, um eine neue Forschungsplattform zu gründen. Ein konkretes Projekt ist bereits im Gange.

Professor Andreas Hornung, Leiter von Fraunhofer-Umsicht in Sulzbach-Rosenberg (links), und Walter Dixon, Vize-Präsident Forschung der Universität Alberta, unterschreiben den Vertrag. Bild: Fraunhofer-Gesellschaft
von Uli Piehler Kontakt Profil

Das erste gemeinsame Vorhaben der neuen Forschungsplattform ist das Biobatterie-Projekt. Es bringt den in Sulzbach-Rosenberg entwickelten Reaktor zur Energiegewinnung aus Biomasse ins kanadische Edmonton. Das Biobatterie-Konzept entwickelte der Leiter von Fraunhofer-Umsicht in Sulzbach-Rosenberg, Professor Andreas Hornung, maßgeblich mit. Den Reaktor für das Thermo-Katalytische-Reforming (TCR) hat Hornung bereits in Birmingham (Großbritannien) erfolgreich getestet. Jetzt soll er auch in Kanada Anwendung finden.

Partner im Projekt

"Die neu entwickelten Technologien werden vor Ort direkt eingesetzt und kommen Edmonton zugute", erklärt Amit Kumar, stellvertretender Direktor des Instituts "Future Energy Systems" der Universität von Alberta. "Unsere Expertise und unsere Möglichkeiten, Rohstoffe ausgiebig zu testen, nützen Fraunhofer-Umsicht, so dass wir zusammen ein gutes Team sind." Vier große Partner aus Kanada unterstützen das Forschungsprojekt, darunter das kanadische Wirtschaftsministerium.

Eine Woche vor der Vertragsunterzeichnung besuchte die kanadische Delegation zusammen mit Professor Hornung das Energy Institute an der Universität von Birmingham in England, an der Hornung einen Lehrstuhl für Bioenergie innehat.

Ein weiteres gemeinsames Projekt ist in Vorbereitung: die Vanadium-Redox-Flow-Batterietechnologie, die ebenfalls von Fraunhofer entwickelt wurde.

"Wir freuen uns, dass wir mit der University Alberta einen guten Partner gefunden haben, um unsere Forschungsaktivitäten international weiter voranzutreiben", sagt Hornung. "Wir tauschen seit einigen Jahren Wissen und Ideen aus und können mit der Unterzeichnung des Vertrags unsere strategische Partnerschaft mit Kanada weiter ausbauen." Auch die Kanadier sind vom Erfolg des Vorhabens überzeugt.

"Diese Vereinbarung schafft eine Plattform, auf der viele zukünftige Energietechnologien für den Einsatz in Kanada, Deutschland und auf der ganzen Welt entwickelt werden können", unterstreicht Kumar. "Wir freuen uns auf viele Partnerprojekte mit Fraunhofer in den kommenden Jahren." Der Vertrag wurde in München von Walter Dixon von der Universität Alberta, dem kanadischen Wirtschaftsminister Deron Bilous und Vertretern der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnet. Professor Andreas Hornung, Professor Christian Dötsch (Fraunhofer-Umsicht Oberhausen) und Samir Binder (Technischer Leiter Fraunhofer-Umsicht Sulzbach-Rosenberg) repräsentierten dabei die Gesellschaft.

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