Hilfsmittelausstellung in der Ökumenischen Sozialstation
Jede Erleichterung ist recht

Große Erleichterung um Patienten vom Bett in den Rollstuhl zu heben bietet ein Lifter. Dabei ersetzt die Technik menschlichen Krafteinsatz. Bild: wbe
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
19.05.2017
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In Deutschland gibt es 2,9 Millionen Pflegebedürftige, 73 Prozent davon werden zu Hause versorgt. Das heißt also, dass von vier Patienten drei von Angehörigen rund um die Uhr betreut werden. In Sulzbach-Rosenberg und Umkreis bekommen sie dabei eine große Hilfe von der Ökumenischen Sozialstation.

(wbe) Diese ist zurzeit für rund 450 Patienten zuständig, die täglich ein bis dreimal besucht und versorgt werden. Zusätzlich gibt es das Essen auf Rädern. Dabei wird Schonkost, Vollkost und verschiedene Diätformen, gekocht in der Küche des St.-Barbara-Altenheimes, an 90 Adressen ausgefahren. Außerdem werden mit pflegenden Angehörigen Beratungsgespräche geführt, im Frühjahr und Herbst Pflegekurse abgehalten, um diesen Menschen einfache Tricks und Kniffe beizubringen, die die Arbeit erleichtern oder auch auf Hilfen hinweisen, die ihnen zustehen.

Bei der Aktionswoche "Zu Hause daheim" veranstaltete die Ökumenische Sozialstation in ihren Räumen eine kleine Ausstellung zum Thema "Hilfsmittel erleichtern die Pflege". Die Leiterin der Fachstelle für pflegende Angehörige, Alexandra Pirner, stand bereit, um die verschiedenen Hilfsmittel zu erklären und alle Fragen zu beantworten.

"Ein wichtiges Teil zur Vorbeugung eines Druckgeschwüres ist ein Roho-Kissen. Es besteht aus einzelnen verbundenen Noppen, die mit Luft gefüllt werden und sich dadurch dem Körpergewicht ideal anpassen, erklärten die Fachleute. Es kann im Stuhl oder im Bett verwendet werden", so Alexandra Pirner.

Große Erleichterung, um Patienten vom Bett in den Rollstuhl zu heben, bietet ein Lifter. Dabei ersetzt die Technik menschlichen Krafteinsatz. Auch Toilettenerhöhungen und Badewannenlifte erleichtern die Handhabung. "Eine tolle Erfindung sind gebogene Löffel und Gabeln mit verstärktem Griff, unterschiedlich für Rechts- oder Linkshänder. Damit können Patienten mit nachlassender Motorik vielleicht wieder selbstständig essen." Viele Geräte können zunächst ausgeliehen werden, bis das eigene Gerät kommt, erklärte die Fachfrau.

Mit dem "Treffpunkt Sonnenstrahl" für Demenzkranke bietet die Ökumenischen Sozialstation jeden Dienstag von 14 Uhr bis 16 Uhr ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige. Neu seit Januar gibt es jeden Mittwoch von 14 Uhr bis 16 Uhr den Seniorentreff. Dort wird bei Kaffee und Kuchen gemeinsam gesungen, gebastelt, geratscht, Gymnastik und Sitztänze werden angeboten. Dabei wird mit Spaß und Freude die Reaktion gefördert und gefordert, Fingerfertigkeit und Konzentration geschult und das Gedächtnis trainiert. "Weitere Senioren sind jederzeit willkommen", betonte Pirner.
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