08.03.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

IG Metall und Betriebsrat sehen Rohrwerk Maxhütte auf gutem Weg Positive Zwischenbilanz

Genauso wie der bisherige Betriebsrat und Vertrauenskörper des Rohrwerks Maxhütte dürften auch die neugewählten Gremien vor keiner leichten Aufgabe stehen, war der Tenor eines Pressegesprächs im Bayerischen Hof. IG Metall und Betriebsrat halten zwar die Gefahr einer Insolvenz des Unternehmens für gebannt, erwarten aber schwierige Verhandlungen, wenn der Sanierungstarifvertrag 2019 endet.

Trotz finanzieller Einbußen habe sich der Abschluss des Sanierungstarifvertrages als richtig herausgestellt, waren sich (von links) Vertrauenskörper-Leiter Hans Zech, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall, Udo Fechtner, und Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König einig. DGB-Kreisvorsitzender Wolfgang Berndt (rechts) wünschte der IG Metall viel Erfolg bei den anstehenden Betriebsratswahlen. Bild: Hartl
von Wolfgang BerndtProfil

"Vor über zwei Jahren war es fraglich, ob und wie es mit dem Rohrwerk Maxhütte weitergeht", blendete der 2. Bevollmächtigte der IG Metall-Verwaltungsstelle Amberg, Udo Fechtner, zurück. Wenn die Belegschaft finanzielle Einbußen hinnehme, um den Betrieb zu retten, müssten als Gegenleistung vom Eigentümer Investitionen verlangt werden, um auf Dauer konkurrenzfähig zu sein. Nach einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss für ein solches Vorgehen hätten die IG Metall und der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung über einen Sanierungstarifvertrag verhandelt. Rückblickend habe sich dieser Schritt gelohnt, denn es seien Investitionen getätigt und betriebsbedingte Kündigungen vermieden worden.

Dem Betriebsrat und der IG Metall sei damals die Entscheidung nicht leicht gefallen. Nicht wenige Beschäftigte zweifelten, ob sich ein befristeter Lohnverzicht als Weg zum Erfolg oder als vergebliches Opfer herausstellen werde, sagte der Betriebsratsvorsitzende Karl-Heinz König. Jetzt gehe es darum, nach der Kündigung des Sanierungstarifvertrags im Herbst 2019 ab dem 1. Januar 2020 einen Ausgleich für das Arbeitszeitkonto II zu erzielen und zu klären, ob dies in Freizeit oder in Geld erfolgt. Dieses Ziel lag auch dem Leiter des Vertrauenskörpers, Hans Zech, am Herzen: "Denn die Beschäftigten müssen für die Mehrarbeit und für Lohnkürzungen entsprechend honoriert werden."

"Der DGB ist so stark wie die einzelnen Mitgliedsgewerkschaften", bekundete der DGB-Kreisvorsitzende Wolfgang Berndt. Das gelte in besonderer Weise für das Engagement von Vertrauensleuten und Betriebsräten.

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